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Xenotim

  Klasse (Dana) 7 Phosphate
7/A1 Anhydrogene Phosphate ohne zusätzliches Anion

7/A1.4 Sehr große Kationen
Klasse (Strunz)  
Chemische Formel YPO4
Varietät  
Kristallsystem tetragonal, 4/m 2/m 2/m
Farbe verschiedene Schattierungen von braun, aber auch grau, rot und gelb
Strichfarbe blass braun bis gelb oder rot
Glanz Glasglanz bis Harzglanz
Transparenz durchsichtig bis undurchsichtig
Erkennung Farbe, Kristallverhalten, Spaltbarkeit, Weichheit und Glanz

Xenotim ist ein weit verbreitetes Mineral, aber gute Kristalle sind nur schwer zu finden.

Es ist eines der wenigen Yttrium-Mineralien, die die Wissenschaft kennt. Wakefieldit und Chernovit-(Y) sind weitere Yttrium-Minerale. Oft wird Uran und andere seltene Elemente wie Erbium, Thorium, Ytterbium, Zirkonium und das nicht so seltene Kalzium in Spuren im Xenotim gefunden, wo sie das Yttrium ersetzen. Durch die Anwesenheit von einigen der radioaktiven Elemente, ist Xenotim oft leicht radioaktiv.

Xenotim enthält auch Spuren von Siliziumdioxid und Arsenate, die das Phosphat-Anion ersetzen. Tatsächlich bildet es eine Reihe fester Lösungen mit dem vorher erwähnten Chernovit-(Y), dessen Formel YASO4 ist. Es ist ungewöhnlich, eine Reihe fester Lösungen mit einem Anion zu haben, aber es ist auch nicht eine so vollständige Reihe fester Lösungen wie die berühmte Pyromorphit-Vanadinit-Mimetit-Serie. Dies ist eine mehr komplexere Phosphate-Vanadat-Arsenat-Serie.

Bemerkenswert ist auch, daß Xenotim eine der wenigen Phosphatmineralien ist, die keine Wassermoleküle, Hydroxide oder Chloride enthalten. Es gehört zu einer zwanglosen Gruppe aus Phosphaten, die wasserfreien Phosphate, u.a. mit Monazit, Purpurit und Lithiophillit.

Die Kristalle von Xenotim sind ähnlich dem Zirkon und können leicht mit Zirkon-Mineralproben mit matteren Glanz und nicht so durchsichtigen Auftreten verwechselt werden. Jedoch ist die Spaltbarkeit und die Weichheit von Xenotim für eine Unterscheidung ausreichend. 

Kristallverhalten Kurze bis längere prismatische Kristalle, die durch verschieden geneigte Doppelpyramiden abgeschlossen werden. Auch für schöne Rosetten und ausstrahlende Aggregate bekannt.
Spaltbarkeit vollkommen in zwei prismatische Richtungen
Spaltrichtungen 2
Bruch uneben
Zähigkeit  
Härte 4 ... 5
Dichte 4,4 ... 5,1
Geschmack  
Geruch  
Gefühl  
Lumineszenz  
Brechungsindex  
Doppelbrechung  
Dispersion  
Pleochroismus  
Interferenz  
Magnetismus  
Anlauf  
Flammenfärbung  
Lösbarkeit  
Lösverhalten  
Weitere Eigenschaften durch Spuren von Uran oder anderen seltenen Erden kann der Kristall leicht radioaktiv sein
Verwendung Mineralprobe, Quelle von Yttrium
Bearbeitung  
Vorkommen Brasilien
Madagaskar
Norwegen, Arendal
Norwegen, Hittero
Norwegen, Tvedestrand
USA, Colorado
USA, Georgia
USA, Kalifornien
USA, North Carolina
Gesellschaften Glimmer (Biotit), Monazit, Quarz und einige Feldspäte
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