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Wurtzit ist nicht so verbreitet wie das verwandte
Sphalerit. Sphalerit und Wurtzit sind beide Zink-Eisen-Sulfide mit der gleichen
chemischen Formel (Zn,Fe)S. Sie haben jedoch unterschiedliche Kristallstrukturen, d.h. sie
sind polymorph. Es gibt ein drittes Mineral mit der gleichen Formel, das aber noch
seltener auftritt, ist das Matrait.
Die Struktur von Wurtzit besteht aus SZn4-Tetraeder,
die in einer schichtartigen Struktur gestapelt sind und bildetet eine AB AB AB ...
hexagonale Folge. Die Struktur von Sphalerit ist ABC ABC ABC ... Folge der Tetraeder und
ergibt eine isometrische Anordnung. Matrait ist noch komplexer als Wurtzit und hat eine
trigonale Anordnung.
Die Tetraeder in Wurtzit sind alle in einer Richtung
ausgerichtet und bilden eine hexagonale (sechsfach rotierend) Symmetrie. Die Symmetrie
wird unterbrochen durch eine Senkrechte zur Hauptachse und ergibt eine hemimorphe
Kristallstruktur. In anderen Worten, es gibt kein Symmetrieelement senkrecht zur
Hauptachse, so dass sich die Kristallflächen oben und nicht unten am Kristall
wiederholen. Andere Mineralien, die einen hemimorphen Charakter haben sind Turmalin,
Greenockit,
Zinkit und selbstverständlich
Hemimorphit.
Wurtzitkristalle sind leicht erkennbare sechsseitige
Pyramiden mit hemimorphem Charakter, deren Oberteil die Spitze der Pyramide sind und das
Unterteil die Grundfläche bildet. Oft sind die Kristalle flach mit einem hexagonalem
Umriss und der hemimorphen Charakter ist dann nicht mehr leicht erkennbar. Ein Aggregat
von traubenförmigen Krusten mit Schichten von Wurtzit, Galena und Sphalerit wird
"Schalenblende" genannt und manchmal als Ornamentstein geschnitten und poliert.
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