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Weloganit

  Klasse (Dana) 5 Karbonate
5/D1 Hydrogene Karbonate
Klasse (Strunz)  
Chemische Formel Na2(Sr,Ca)3Zr(CO3)6 - 3H2O
Varietät  
Kristallsystem triklin, bar 1
Farbe weiß, gelblich oder bernsteinfarben
Strichfarbe weiß
Glanz Glasglanz, kreidig
Transparenz  
Erkennung Fundort, Kristallverhalten, Streifen, Farbe

Weloganit ist ein seltenes Karbonatmineral. Gute Kristalle wurden bisher nur an einem Fundort gefunden, im Francon-Steinbruch nahe Montreal, Quebec, Kanada. Der Steinbruch wurde inzwischen wieder aufgefüllt und kann keine neue Mineralproben liefern. Das Mineral ist nach dem Geologen und Gründer der kanadischen Geological Survey benannt, W. E. Logan.

Der Francon Steinbruch legte einen seltenen Carbonatit-Sims offen. Der Sims, eine horizontale Durchdringung durch paralleles Muttergestein, besteht aus Carbonatmineralien, meistens Calcit. Der Francon Steinbruch produzierte zahlreiche Carbonatmineralien neben Weloganit wie Strontianit und Dawsonit. Carbonatit ist ein magmatisches Gestein, das von den Geologen noch nicht vollständig verstanden ist.

Wie andere magmatische Gesteine, beginnt Carbonatit als geschmolzener Körper, bestehend aus Carbonaten anstatt von Silikaten. Wie anderes magmatisches Gestein, kristallisiert Carbonatit zuerst die Mineralien aus, die bei höheren Temperaturen und Drücken stabil sind, schwierigere Elemente in der Schmelze zurücklassend. Schwierige Elemente sind die, deren Größe bzw. Ladung nicht in eine Mineralstruktur passt und so von den meisten Mineralien nicht aufgenommen werden. Diese Elemente, wie z.B. Strontium und Zirkonium, bleiben übrig, so dass sie Mineralien bilden, die bei dem letzten Kristallisationsvorgang noch vorhanden sind.

Im Fall von Weloganit, war der Sims bereits gebildet, genauso wie die meisten anderen Mineralien, als Flüssigkeiten, die reich an schwierigen Elementen und aggressive Gase an die Oberkante des Sims aufstiegen und Blasen und Taschen bildeten. Als der Francon Steinbruch ausgegraben wurde, wurden diese versteinerten Blasen gefunden, bedeckt mit exotischen Mineralien, einige waren bis dahin der Wissenschaft nicht bekannt. Man glaubt, dass dieser ungewöhnliche Sims die Möglichkeit hatte, langsamer auszukühlen wie die anderen Carbonatit-Simse. Die Zeit ermöglichte den schwierigen Elementen so herrliche Mineralien zu bilden. Andere Carbonatit-Simse haben eine ähnliche Chemie wie der Francon Steinbruch, aber die schwierigen Elemente sind in den gewöhnlicheren Mineralien als Spurenelemente vorhanden.

Weloganit bildet gebundene Kristalle, die in einem spitz zulaufenden pseudohexagonalen Prisma wachsen. Die Kristalle sind gelegentlich komplexer, werden mehrere male schmäler und weiter, bevor sie in einem Punkt zulaufen oder mit einer flachen Fläche abschließen. Die Farbe kann eine gedämpfte bernsteinähnliche Farbe sein.

Kristallverhalten Pseudohexagonale Prismen, die zu einem Punkt zusammenlaufen oder ein flacher Abschuss. Von den Berührungspunkten der Kristalle werden die Kristalle normalerweise breiter bevor sie, evtl. wiederholend, dünner zum Abschluss hin werden.
Spaltbarkeit erkennbar in einer Richtung
Spaltrichtungen 1
Bruch muschelförmig
Zähigkeit  
Härte 4
Dichte 3,2
Geschmack  
Geruch  
Gefühl  
Lumineszenz  
Brechungsindex  
Doppelbrechung  
Dispersion  
Pleochroismus  
Interferenz  
Magnetismus  
Anlauf  
Flammenfärbung  
Lösbarkeit  
Lösverhalten  
Weitere Eigenschaften stark gestreift oder wiederholend vertikal eingekerbt
Verwendung Mineralprobe
Bearbeitung  
Vorkommen Kanada, Quebec, Montreal, Francon Quarry
Gesellschaften Calcit, Dawsonit, Strontianit
© 1999-2007 Copyright by Jürgen Kühnle
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