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Weloganit ist ein
seltenes Karbonatmineral. Gute Kristalle wurden bisher nur an einem Fundort
gefunden, im Francon-Steinbruch
nahe Montreal, Quebec, Kanada. Der Steinbruch wurde inzwischen wieder aufgefüllt und kann
keine neue Mineralproben liefern. Das Mineral ist nach dem Geologen und Gründer der
kanadischen Geological Survey benannt, W. E. Logan.
Der Francon Steinbruch legte einen seltenen Carbonatit-Sims offen. Der Sims, eine horizontale Durchdringung durch paralleles
Muttergestein, besteht aus Carbonatmineralien, meistens Calcit. Der Francon Steinbruch
produzierte zahlreiche Carbonatmineralien neben Weloganit wie
Strontianit und Dawsonit. Carbonatit ist ein magmatisches Gestein,
das von den Geologen noch nicht vollständig verstanden ist.
Wie andere magmatische Gesteine, beginnt Carbonatit als
geschmolzener Körper, bestehend aus Carbonaten anstatt von Silikaten. Wie anderes
magmatisches Gestein, kristallisiert Carbonatit zuerst die Mineralien aus, die bei
höheren Temperaturen und Drücken stabil sind, schwierigere Elemente in der Schmelze
zurücklassend. Schwierige Elemente sind die, deren Größe bzw. Ladung nicht in eine
Mineralstruktur passt und so von den meisten Mineralien nicht aufgenommen werden. Diese
Elemente, wie z.B. Strontium und Zirkonium, bleiben übrig, so dass sie Mineralien bilden,
die bei dem letzten Kristallisationsvorgang noch vorhanden sind.
Im Fall von Weloganit, war der Sims bereits gebildet,
genauso wie die meisten anderen Mineralien, als Flüssigkeiten, die reich an schwierigen
Elementen und aggressive Gase an die Oberkante des Sims aufstiegen und Blasen und Taschen
bildeten. Als der Francon Steinbruch ausgegraben wurde, wurden diese versteinerten Blasen
gefunden, bedeckt mit exotischen Mineralien, einige waren bis dahin der Wissenschaft nicht
bekannt. Man glaubt, dass dieser ungewöhnliche Sims die Möglichkeit hatte, langsamer
auszukühlen wie die anderen Carbonatit-Simse. Die Zeit ermöglichte den schwierigen
Elementen so herrliche Mineralien zu bilden. Andere Carbonatit-Simse haben eine ähnliche
Chemie wie der Francon Steinbruch, aber die schwierigen Elemente sind in den
gewöhnlicheren Mineralien als Spurenelemente vorhanden.
Weloganit bildet gebundene Kristalle, die in einem
spitz zulaufenden pseudohexagonalen Prisma wachsen. Die Kristalle sind gelegentlich
komplexer, werden mehrere male schmäler und weiter, bevor sie in einem Punkt zulaufen
oder mit einer flachen Fläche abschließen. Die Farbe kann eine gedämpfte
bernsteinähnliche Farbe sein.
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