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Schwefel


Schwefel, California, Mexiko

Klasse (Dana) 1 Elemente
1/B1 Halbmetalle und Nichtmetalle
1/B1.01 Gruppe Arsen
Klasse (Strunz)  
Chemische Formel S, gediegen Schwefel
Varietät  
Kristallsystem orthorhombisch, 2/m 2/m 2/m
Farbe gelb, grau, braun bis schwarz bei Bitumeneinschlüssen
Strichfarbe gelb
Glanz Harzglanz, Fettglanz bei Bitumeneinschlüssen
Transparenz transparent, durchsichtig
Erkennung Farbe, Geruch, Wärmeempfindlichkeit, schlechte Spaltbarkeit, Kristallverhalten

Schwefel, das wegen seinem Geruch einen schlechten Ruf geniest, bildet wunderschöne Mineralproben aus. Die unverkennbare tief gelbe Farbe haben nicht viele andere Mineralien auf und die schöne Ausprägung der Kristallform macht in nur noch attraktiver. Der Geruch tritt auf, wenn Schwefel mit Wasser in Berührung kommt und eine kleine Menge Hydrogensulfid erzeugt wird. Dieses Hydrogensulfid ist auch verantwortlich für den starken Geruch von alten Eiern. Wenn eine Mineralprobe jedoch trocken gehalten wird, erzeugt diese keinen Geruch.

Die Farbe der Kristalle ist umso intensiver, je dicker sie sind. Von einem kräftigem Gelb bei dicken Kristallen über ein trübes Gelb bei kleinen Kristallen bis zu einem blassen Geld bei körnigen oder pulverigen Formen. Durch Verunreinigungen kann Schwefel auch rötlich oder grünlich werden.

Der natürliche Schwefel ist für die Industrie weniger wichtig, da Schwefel bei der Erdölverarbeitung als Nebenprodukt anfällt.

Schwefel schmilzt bei schnellem Erhitzen bei 113°C, wird er jedoch nur langsam erwärmt, wandelt er sich bei 95°C in beta.gif (67 Byte)-Schwefel um. Der beta.gif (67 Byte)-Schwefel hat ein monoklines Kristallsystem, während der alpha.gif (844 Byte)-Schwefel das orthorhombische hat.

Name

Der Name kommt von dem lateinischen Wort "sulfur".

Entstehung

Oft entsteht gediegener Schwefel durch die Umbildung von Sulfaten (z.B. Gips) im Salzspiegel von Salzdornen. Bekannter ist aber der Niederschlag von Schwefel bei Vulkanschloten (Solfataren).

Kristallverhalten dipyramidale Kristalle auf rhombischer Basis, nadelige Aggregate und Krusten
Spaltbarkeit unvollkommen
Spaltrichtungen zwei
Bruch muschelförmig, uneben
Zähigkeit spröde, schneidbar
Härte 1,5 ... 2,5
Dichte 2,05 ... 2,09
Geschmack kein
Geruch kein. Bei Berührung mit Wasser entsteht ein übler Geruch.
Gefühl kein
Lumineszenz keine
Brechungsindex  
Doppelbrechung  
Dispersion  
Pleochroismus  
Interferenz zweiachsig positiv
Magnetismus  
Anlauf  
Flammenfärbung  
Lösbarkeit lösbar in Chloroform und Schwefelkohlenstoff
Lösverhalten  
Weitere Eigenschaften Schlechte Wärmeleitfähigkeit, dadurch wird bei Erwärmung der Kristall spröde und kann durch Wärme einer Hand bereits Risse bekommen. Schlechter elektrischer Leiter. Geschmolzener Schwefel härtet in Wasser aus und wird gummiartig und elastisch.
Verwendung Haupterz für Schwefel für die chemische Produktion (Produktion von Schwefelsäure, Sprengstoffe, Fungizide, Düngemittel)
Bearbeitung  
Vorkommen Chile
Italien, Romagna
Italien, Sizilien
Mexiko

Polen
Russland

USA, Michigan
USA, Ohio
Gesellschaften Aragonit, Baryt, Calcit, Celestit, Cölestin, Gips. Mit Realgar und anderen Sublimaten in Vulkanschloten
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