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Lazurit
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Klasse (Dana) |
8
Silikate
8/J1 Tektosilikate
8/J1.2
Tektosilikate mit zusätzlichen Anionen im Tetraeder
8/J1.2.2 Gruppe
Sodalit (komplexe Feldspatoide) |
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Klasse (Strunz) |
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Chemische Formel |
(Na,Ca)8Al6Si6O2(S,SO4) |
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Varietät |
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Kristallsystem |
isometrisch, bar 4 3/m |
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Farbe |
strahlend blau mit violetten oder grünlichen
Farbtönen |
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Strichfarbe |
blau |
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Glanz |
matt bis Fettglanz |
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Transparenz |
durchsichtig bis undurchsichtig |
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Erkennung |
violett-blaue Farbe, Gesellschaft mit Pyrit
(nicht so wie Sodalit), Fundort, Dichte |
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Lazurit ist beliebt, aber im allgemeinen ein teures
Mineral. Gut geformte, tief blaue Kristalle sind selten und wertvoll. Es wir häufiger
massiv gefunden in Verbindung mit anderen Mineralien in einem Gestein mit dem Namen
Lapislazuli.
Lapislazuli oder kurz Lapis besteht zum überwiegenden
Teil aus Lazurit, aber üblicherweise enthält es noch Pyrit,
Calcit und einige andere
Mineralien. Der Name bedeutet "blauer Stein" und ist immer brillant blau mit
violetten oder grünlichen Farbtönen. Die blaue Farbe wird durch den Schwefel in der
Kristallstruktur des Lazurits verursacht. Kleine Kristalle von Pyrit sind im Lapis immer
vorhanden und ihre messinggelbe Farbe ist attraktiv und hilfreich bei der Unterscheidung
von Lapis von seinem blauen Cousin, dem Gestein Sodalit, das kein Pyrit aufweist. Das
Calcit erzeugt weiße Streifen im Lapis und zu viel Calcit macht den Stein nicht so
wertvoll.
Lapislazuli wird bereits seit Jahrhunderten von einem
Fundort gefördert, der noch heute verwendet wird, ein entferntes Bergtal namens
Kokcha in
Afghanistan. Bereits vor 6000 Jahren wurde der Stein nach Ägypten transportiert und wurde
auch in Europa für Schmuck und Ornamentsteine verwendet. Die Europäer mahlten das
Gestein und stellten daraus ein pulverförmiges Pigment für Farben her, die Farbe
"ultramarin". Heute wird ultramarin künstlich hergestellt. Auch ist dieser
Fundort nicht mehr die einzigste Quelle für Lapis, obwohl von dort die feinste Qualität
kommt.
Lazurit ist Mitglied der Feldspatoid-Gruppe.
Mineralien, deren chemische Struktur sie nahe verwandt mit den Alkali-Feldspäten macht, aber arm
an Silikat SiO2 sind, werden Feldspatoide genannt. Deswegen werden sie in
Gestein gefunden, das arm an Silikat ist und kein Quarz enthält. Wenn Quarz während der
Kristallisation in der Schmelze vorhanden gewesen wäre, hätte es mit den Feldspatoiden
reagiert und ein Feldspat gebildet. Es gibt nur wenige Fundorte mit Feldspatoiden.
Der Name Lazurit wird oft mit dem strahlend blauen
Phosphatmineral Lazulit verwechselt. Jedoch können diese beiden Mineralien leicht
unterschieden werden, da Lazulit einen typischen Glasglanz und ein gutes Kristallverhalten
hat. Das Carbonatmineral
Azurit ist dem Lazurit sehr ähnlich, aber es ist mit dem grünen
Carbonatmineral Malachit vergesellschaftet und es reagiert mit Säure.
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Kristallverhalten |
Dodekaederförmige Kristalle wurden gefunden,
gewöhnlich massiv als gesteinsbildendes Mineral (Lapislazuli) |
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Spaltbarkeit |
unvollkommen in sechs Richtungen, aber selten
sichtbar |
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Spaltrichtungen |
6 |
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Bruch |
uneben |
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Zähigkeit |
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Härte |
5 ... 5,5 |
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Dichte |
2,3 ... 2,4 |
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Geschmack |
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Geruch |
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Gefühl |
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Lumineszenz |
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Brechungsindex |
1,5 |
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Doppelbrechung |
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Dispersion |
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Pleochroismus |
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Interferenz |
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Magnetismus |
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Anlauf |
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Flammenfärbung |
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Lösbarkeit |
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Lösverhalten |
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Weitere Eigenschaften |
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Verwendung |
Mineralprobe und als Ornamentstein |
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Bearbeitung |
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Vorkommen |
Afghanistan, Flusstal
des Kokcha
Chile, Cordillera, Ovalle
Italien, Vesuv
Russland, Baikalsee
USA, Colorado, Sawatch Moutains
USA, Kalifornien, Ontario Peak
USA, Kalifornien, San Bernardino Mountains, Cascade Canyon |
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Gesellschaften |
Calcit, Pyroxen, Pyrit (wichtig für Erkennung) |
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