Mineralien

www.wissen-im-Netz.info

Mineralien-Lexikon

Homepage
   Mineralien
     
Lexikon
         alphabetisch
            A
            B
            C
            D
            E
            F
            G
            H
            I
            J
            K
            L
            M
            N
            O
            P
            Q
            R
            S
            T
            U
            V
            W
            X
            Y
            Z

Laurionit

  Klasse (Dana) 3 Halide
3/D1 Oxyhalide, Hydroxyhalide
3/D1.10 Oxyhalide mit Blei, Bismuth, Antimon
Klasse (Strunz)  
Chemische Formel PbClOH
Varietät  
Kristallsystem orthorhombisch
Farbe farblos bis weiß
Strichfarbe weiß
Glanz Glasglanz bis Diamantglanz
Transparenz durchsichtig bis transparent
Erkennung Kristallverhalten, Gesellschaften, Streifenbildung, spröde, Fundort

Laurionit ist ein seltenes Halogenmineral. Es ist Polymorph mit dem Mineral Paralaurionit. Ein Polymorph ist ein Mineral, das die gleiche chemische Formel mit einem anderen Mineral teilt, aber eine andere Kristallstruktur hat. In dem Fall von Laurionit ist die Struktur orthorhombisch, wobei Paralaurionit eine monokline Struktur hat.

Beide Mineralien werden in Aushüben von Minen an nur wenigen Fundorten weltweit gefunden. Diese Aushübe waren bei den früheren Bergleuten einfach weggeworfen worden, da sie angeblich nicht ausreichend konzentriert waren. Diese Haufen wurden wieder abgebaut, um jetzt wertvollere Metalle durch moderne Methoden zu gewinnen, auch von diesen weniger reichen Erzen.

Mineralogen betrachten diese Haufen aus Aushüben als wertvolle Fundorte für Sammelmineralien von seltenen und unbekannte Mineralien. So in dem Fall von Laurionit und Paralaurionit. Beide sind bereits seit über ein Jahrhundert bekannt, wie viele Mineralien, die in solchen Aushüben gefunden wurden. Diese Aushübe können mehrere Jahrhunderte alt sein.

Laurionit bildet kleine farblose Kristalle mit einem Glas- bis Diamantglanz, oft mit besonderen V-förmigen Kerben in den Kristallflächen. Kristalle sind prismatisch bis nadelförmig und spröde. Paralaurionit bildet winzige, schichtartige, farblose, weiße oder blass gelbe Kristalle, ohne Streifenbildung und sie sind nicht spröde, flexibel, aber nicht elastisch.

Kristallverhalten gestreifte Kristalle sind prismatisch bis nadelförmig mit spitzen Abschlüssen
Spaltbarkeit meist undeutlich in einer Richtung
Spaltrichtungen 1
Bruch uneben
Zähigkeit spröde, anders wie das nahe verwandte Paralaurionit
Härte 3 ... 3,5
Dichte 6,1 ... 6,2
Geschmack  
Geruch  
Gefühl  
Lumineszenz  
Brechungsindex  
Doppelbrechung  
Dispersion  
Pleochroismus  
Interferenz  
Magnetismus  
Anlauf  
Flammenfärbung  
Lösbarkeit  
Lösverhalten  
Weitere Eigenschaften Kristalle sind in einer besonderen V-Kerpen auf den Prismenflächen gestreift
Verwendung unbedeutendes Bleierz und als Mineralprobe
Bearbeitung  
Vorkommen England, Cornwall, Wheal Rose
Griechenland, Laurion, daher auch der Name
Gesellschaften Fiedlerit, Cerussit, Penfieldit, Matlockit, Phosgenit, Paralaurionit
© 1999-2007 Copyright by Jürgen Kühnle
Über Anregungen und Kommentare zu diesen Seiten würde ich mich freuen juergen@kuehnle-online.de.