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Mineralien-Lexikon

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Celestit

  Klasse (Dana) 6: Sulfate
6/A1 Anhydrogene Sulfate
6/A1.3 Sehr große Kationen
6/A1.3.1 Gruppe Barit
Klasse (Strunz)  
Chemische Formel SrSO4
Varietät  
Kristallsystem orthorhombisch, 2/m 2/m 2/m
Farbe normalerweise blau, aber auch farblos, gelb und helle Farbtöne von rot, grün und braun
Strichfarbe weiß
Glanz Glasglanz
Transparenz transparent bis durchsichtig
Erkennung Kristallverhalten, Farbe und Flammentest
Celestit ist unter Mineraliensammlern ein Favorit. Seine himmelblaue Farbe ist sehr schön und im Bereich der Mineralien einmalig. Celestit tritt mit anderen farbenvollen Mineralien auf, die sehr schöne Kombinationen bilden. Blauer Celestit mit gelbem Schwefel ist eine berühmte und farbenprächtige Kombination zweier Mineralien. Celestit hat die gleiche Struktur wie Barit (BaSO4) und bildet sehr ähnliche Kristalle. Beide sehen sehr ähnlich aus, aber durch den Flammentest lassen sie sich leicht unterscheiden. Wird die Flamme blass grün, ist es Barit, wird sie rot, ist es Celestit. Der Flammentest funktioniert, da die Elemente Barium (Ba) und Strontium (Sr) mit der Flamme reagieren und diese Farben erzeugen. Normalerweise ist Barit nicht blau, aber viel Mineralproben des blauen Barit werden oft fälschlicherweise als Celestit identifiziert.
Kristallverhalten klingenförmige Kristalle, die von zwei großen pinakoiden Flächen oben und unten begrenzt werden und kleine Prismenflächen, die hervorstehende Winkel auf jeder Seite bilden. Es gibt viele Variationen dieser Flächen, aber die abgeflachten und säulenartigen Kristalle sind am häufigsten. Sind die pinakoiden Flächen reduziert oder nicht vorhanden, ergibt sich beim resultierenden prismatischen Kristall einen rhombischen Querschnitt. Dieses Verhalten ist bei Mineralproben aus Madagaskar sehr gebräuchlich. Auch nadelförmig, faserig oder körnig.
Spaltbarkeit perfekt in eine Richtung, unvollkommen in einer anderen
Spaltrichtungen 2
Bruch muschelförmig
Zähigkeit  
Härte 3 ... 3,5
Dichte 3,9
Geschmack  
Geruch  
Gefühl  
Lumineszenz manchmal fluoreszierend unter UV-Licht
Brechungsindex  
Doppelbrechung  
Dispersion  
Pleochroismus  
Interferenz  
Magnetismus  
Anlauf  
Flammenfärbung rot
Lösbarkeit  
Lösverhalten  
Weitere Eigenschaften  
Verwendung Erz von Strontium
Bearbeitung  
Vorkommen Deutschland
Madagaskar
Sizilien
USA, Michigan
USA, New York
USA, Ohio, Eriesee
Gesellschaften Calcit, Gips, Strontianit, Schwefel, Fluorit
© 1999-2007 Copyright by Jürgen Kühnle
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