Mineralien

www.wissen-im-Netz.info

Mineralien-Lexikon

Homepage
   Mineralien
     
Lexikon
         alphabetisch
            A
            B
            C
            D
            E
            F
            G
            H
            I
            J
            K
            L
            M
            N
            O
            P
            Q
            R
            S
            T
            U
            V
            W
            X
            Y
            Z

Cassiterit

  Klasse (Dana) 4 Oxide und Hydroxide
4/D1 Oxide
4/D1.02 Gruppe Rutil
Klasse (Strunz)  
Chemische Formel SnO2
Varietät  
Kristallsystem tetragonal 4/m 2/m 2/m
Farbe schwarz oder rötlich braun oder gelb
Strichfarbe weiß, doch auch bräunlich
Glanz Diamantglanz oder Fettglanz
Transparenz transparent bei dünnen Kristallen, sonst undurchsichtig
Erkennung Kristallverhalten, Härte, Zwillingsbildung, hoher Brechungsindex (Glanz)

Cassiterit ist im allgemeinen undurchsichtig, aber sein Glanz und vielen Kristallflächen verursachen ein schönes Funkeln. Cassiterit ist seit Jahrhunderten und auch heute noch das wichtigste Zinnerz. Die meisten Lagerstätten von Cassiterit sind keine primären Lagerstätten, sondern angeschwemmte, verwitterte Körnchen. Die beste Quelle für ursprünglich gebildetes Cassiterit sind die Zinnminen in Bolivien, wo es in hydrothermischen Flözen gefunden wird. Auch wird es weltweit in magmatischem Gestein gefunden, doch ist Cassiterit nur ein unbedeutender Bestandteil. Die bolivianischen Flöze und in Cornwall, England, beinhalten konzentrierteres Zinn, dessen Ursache die Geologen noch nicht vollständig kennen.

Zwillingsbildung ist üblich und die meisten Cassiterit-Aggregate zeigen Kristallzwillinge. Der typische Zwilling weißt einen 60° Winkel auf, ein "Ellbogen-Zwilling". Vielfache Zwillingsbildung kann dazu führen, dass ein zylindrischer Zwilling entsteht. Dieser Zwilling entsteht aber nicht so häufig wie beim verwandten Rutil.

Kristallverhalten achtseitige Prismen und blockige oder kurze Kristalle, die durch eine stumpfe vierseitige oder komplexe Pyramide abgeschlossen werden. Die Prismen werden aus zwei vierseitigen Prismen gebildet, wobei ein Prisma dominant ist. Auch dünne Nadeln oder Plättchen sind üblich. Auch massiv, körnig, faserig und traubenförmig. Eine konzentrisch angeordnete Form, die mit Quarz und Hematit kombiniert ist, wird "Baumzinn" genannt.
Spaltbarkeit gut in zwei Richtungen, Prismen bildend, undeutlich in einer dritten (basal)
Spaltrichtungen  
Bruch muschelförmig bis uneben
Zähigkeit  
Härte 6 ... 7
Dichte 6,6 ... 7,0
Geschmack  
Geruch  
Gefühl  
Lumineszenz  
Brechungsindex 2,0
Doppelbrechung  
Dispersion  
Pleochroismus  
Interferenz  
Magnetismus  
Anlauf  
Flammenfärbung  
Lösbarkeit  
Lösverhalten  
Weitere Eigenschaften  
Verwendung Haupterz von Zinn
Bearbeitung  
Vorkommen Bolivien, Colquiri, La Paz
China
England, Cornwall
Indonesien
Malaysia
Mexiko, Durango
Russland
Gesellschaften umfasst, aber nicht nur, Turmaline, Molybdänit, Bismuthinit, Topas, Fluorit, Arsenopyrit und Wolframit
© 1999-2007 Copyright by Jürgen Kühnle
Über Anregungen und Kommentare zu diesen Seiten würde ich mich freuen juergen@kuehnle-online.de.