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Cancrinit

  Klasse (Dana) 8 Silikate
8/J1 Tektosilikate
8/J1.2 Tektosilikate mit zusätzlichen Anionen im Tetraeder
8/J1.2.1 Gruppe Cancrinit
Klasse (Strunz)  
Chemische Formel Na7CaAl6Si6O24(CO3)2
Varietät  
Kristallsystem hexagonal, 6
Farbe gelb, orange, pink, weiß oder blau
Strichfarbe weiß
Glanz Glasglanz oder Perlenglanz
Transparenz durchsichtig und seltener transparent
Erkennung Reaktion mit Säure, Gesellschaften, Fundort und Härte

Cancrinit ist eines der selteneren Mitglieder der Feldspathoid-Gruppe. Mineralien, die eine ähnliche chemische Struktur wie die Alkali-Feldspäte haben, aber nur einen geringen Anteil an Silikat (SiO2) aufweisen, werden Feldspatoide genannt. Dies beruht darauf, dass sie in Silikat-armen Gesteinen gefunden werden, die nur Silikat-arme Mineralien und kein Quarz aufweisen. Wenn Quarz bei der Schmelze vorhanden gewesen wäre, würde es mit den Feldspatoiden reagieren und einen Feldspat bilden. Fundorte mit Feldspatoiden gibt es nur sehr wenige.

Cancrinit ist eines der wenigen Silikatmineralien, die ein Carbonat-Ion (zweifach negativ geladenes CO3) in ihrer Struktur aufweisen. Das ist auch der Grund, warum es in warmer Salzsäure lösbar ist. Die Säure reagiert mit dem Carbonation und bildet Kohlendioxid-(CO2)-Gas, das Blasen ausbildet. Die Lösbarkeit ist ein Kennzeichen für Cancrinit, da die meisten anderen Silikate das nicht tun, es ist jedoch bei den Carbonaten üblich.

Damit Cancrinit entsteht sind große Drücke notwendig, um das große Carbonat-Ion in die Kristallstruktur zu zwingen. Auch enthält Cancrinit einen gewissen Prozentsatz an Sulfationen (SO4) und Chlorionen (Cl), zwei weitere große Ionen. Feldspatoide sind den Zeoliten ähnlich, die auch weit offene Strukturen haben, die große Ionen aufnehmen können.

Kristallverhalten massiv oder körnig, einige prismatische bis säulenartige Kristalle wurden gefunden
Spaltbarkeit perfekt in drei Richtungen, prismatisch, nur selten in massiven Formen
Spaltrichtungen  
Bruch muschelförmig bis uneben
Zähigkeit  
Härte 5 ... 6
Dichte 2,4 ... 2,5
Geschmack  
Geruch  
Gefühl  
Lumineszenz  
Brechungsindex  
Doppelbrechung  
Dispersion  
Pleochroismus  
Interferenz  
Magnetismus  
Anlauf  
Flammenfärbung  
Lösbarkeit in warmer Salzsäure lösbar
Lösverhalten  
Weitere Eigenschaften  
Verwendung nur als Mineralprobe
Bearbeitung  
Vorkommen Finnland
Indien
Norwegen, Fen
Russland, Halbinsel Kola
USA, Coloradio, Iron Hill
Gesellschaften Feldspäte, wie Albit, Biotit, Hornblende, Nephelin, Sodalit und andere Feldspatoide
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