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Brucit

  Klasse (Dana) 4 Oxide und Hydroxide
4/F1.03 Reihe Brucit
Klasse (Strunz)  
Chemische Formel Mg(OH)2
Varietät  
Kristallsystem trigonal, bar 3 2/m
Farbe weiß oder farblos mit Schattierungen von grau, blau und grün
Strichfarbe weiß
Glanz Glasglanz oder Wachsglanz, Spaltflächen haben Perlenglanz
Transparenz durchsichtig, selten transparent
Erkennung Kristallverhalten, Glanz (besonders auf Spaltflächen), kein seifiges oder fettiges Gefühl und flexible, aber unelastische Flocken und Fasern

Brucit wird nicht oft als Mineralprobe verwendet, aber es hat einige wichtige industrielle Anwendungen. Es ist ein unbedeutendes Erz für Magnesium und ein Rohstoff für Magnesia. Es wird auch auch als Additiv verwendet.

Die Struktur von Brucit ist interessant. Die Grundstruktur besteht aus gestapelten Schichten von Magnesium-Hydroxid-Oktaedern. Die Oktaeder bestehen aus Magnesium-Ionen mit zweifach positiver Ladung, verknüpft mit sechs oktaederförmig angeordneten Hydrooxiden mit einfacher negativer Ladung. Jedes Hydrooxid ist an drei Magnesium-Atomen gebunden. Das Ergebnis ist eine neutrale Schicht, da +2/6 = +1/3 (+2 von Magnesium, geteilt durch sechs Hydrooxidbindungen) und -1/3 = -1/3 (-1 von Hydrooxid geteilt durch drei Magnesiumatome), d.h. die Ladungen sind ausgeglichen.

Da keine Ladungen vorhanden sind, sind die Schichten von Brucit nur sehr schwach aneinander gebunden. Das bedeutet, dass das Mineral sehr weich ist und sich leicht spalten lässt. Brucit ist nahe mit Gibbsit, Al(OH)3 verwandt. Jedoch wird durch das dreifach geladene Aluminium in Gibbsit die Ladungen nicht ausgeglichen, so dass es keine neutrale Schichten gibt.

Brucit ist auch deswegen interessant, da es auch als Teil von Strukturen anderer Mineralien gefunden wird. Die neutralen Magnesiumhydroxid-Schichten werden zwischen Silikat-Schichten zweier wichtiger Ton-Gruppen gefunden: die Chlorit und Montmorillonit/Smectit-Gruppen. Diese Magnesiumhydroxid-Schichten sind typisch und werden auch als "Brucit-Schichten" bezeichnet.

Kristallverhalten typisch in flachen schichtartigen Kristallen mit selten rhomboederförmigen Endungen. Auch laminar und faserige Aggregate werden gefunden und in laubähnlichen Massen. Brucit bildet Pseudomorphe Kristalle von Periklas.
Spaltbarkeit perfekt in einer Richtung
Spaltrichtungen 1
Bruch uneben
Zähigkeit  
Härte 2 ... 2,5
Dichte 2,4
Geschmack  
Geruch  
Gefühl  
Lumineszenz  
Brechungsindex  
Doppelbrechung  
Dispersion  
Pleochroismus  
Interferenz  
Magnetismus  
Anlauf  
Flammenfärbung  
Lösbarkeit  
Lösverhalten  
Weitere Eigenschaften abgespaltete Flocken und Fasern sind flexibel, aber nicht elastisch
Verwendung Rohstoff für metallisches Magnesium und Magnesia und als Additiv
Bearbeitung  
Vorkommen England, Shetland Islands, Unst
Italien, Aosta
Kanada, Quebec, Asbestos
Kanada, Quebec, Black Lake
Kanada, Quebec, Wakefield
USA, Kalifornien, Crestmore
USA, Nevada, Gabbs
USA, New York, Brewster
USA, Pennsylvania, Berks County
USA, Texas, Wood's Mine
Gesellschaften Calcit, Wollastonit, Nephelin, Talk, Aragonit, Serpentin, Chromit, Dolomit, Magnesit, Periklas und andere Magnesium-Mineralien
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