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Bismuthinit, Bismuthin, Wismutglanz

  Klasse (Dana) 2 Sulfide
2/D1 Sulfide
2/D1.01 Gruppe Linnaeit
Klasse (Strunz)  
Chemische Formel Bi2S3
Varietät  
Kristallsystem orthorhombisch 2/m 2/m 2/m
Farbe stahlgrau bis cremefarbig
Strichfarbe grau
Glanz metallisch
Transparenz undurchsichtig
Erkennung Kristallverhalten, Dichte, Anlauf, weich, flexibel

Bismuthinit ist ein wichtiges Wismuterz. Blütenzweige aus stahlgrauen, prismatischen Bismuthinitkristallen, die von einem gemeinsamen Ausgangspunkt ausstrahlen sind die etwas Aufsehen erregenden Mineralproben dieses seltenen Sulfidminerals. Diese Mineralprobe ist vergleichbar mit Stibnit. Beide sind etwas schwierig auseinander zu halten, aber bei näherer Betrachtung gibt es doch Unterschiede. Bismuthinit ist etwas schwerer wie Stibnit und Bismuthinit hat etwas flachere Flächen. In massiven Formen lassen sie sich schwieriger auseinander halten, aber Bismuthinit ist nicht vergesellschaftet mit den typischen Antimon- oder Arsenmineralien, die für Stibnit so typisch sind.

Gesellschaften des Bismuthinit variieren, aber Kombinationen mit dem seltenen Element Wismut sind was besonderes. Chalcopyrit ist eine weitere besondere Gesellschaft. Das Carbonat-Mineral Bismutit, Bi2(CO3)O2, ist ein Oxidationsprodukt von Bismuthinit und wird oft in pseudomorphen Kristallen von Bismuthinit gefunden. Ein Pseudomorph ersetzt Atom für Atom eines Minerals durch ein anderes, ohne dass das Äußere wesentliche Änderungen erfährt (pseudo="falsch" und morph="Form").

Gefunden wird Bismuthinit in Zinn-, Silber-, Kobalt-, Wolfram-Lagerstätten.

Kristallverhalten nadelförmige bis prismatische, säulenartige Kristalle. Aggregate sind strahlig, blättrig, körnig, selten körnige und derbe Massen. Manchmal bilden sich wunderbare Blütenzweige, die dem Kristallverhalten von Stibnit ähnlich sind.
Spaltbarkeit vollkommen in einer Längsrichtung
Spaltrichtungen 1
Bruch muschelförmig
Zähigkeit  
Härte 2
Dichte 6,8 ... 7,2
Geschmack  
Geruch  
Gefühl  
Lumineszenz  
Brechungsindex  
Doppelbrechung  
Dispersion  
Pleochroismus  
Interferenz  
Magnetismus  
Anlauf leicht gelber Bezug möglich
Flammenfärbung  
Lösbarkeit  
Lösverhalten  
Weitere Eigenschaften Dünne Kristalle sind etwas flexibel, aber nicht elastisch. Kristalle sind normalerweise gestreift
Verwendung Wichtiges Wismuterz und als Mineralprobe
Bearbeitung  
Vorkommen Australien, New South Wales, Kingsgate
Bolivien
Brasilien

Deutschland, Erzgebirge
Deutschland, Siegerland
Deutschland, Vogtland
England, Cornwall
Kanada, Quebec, Temiscaming County
Mexiko, Guanajuato
USA, Arizona
USA, Colorado, Boulder County
USA, Connecticut, Haddam
USA, Kalifornien, Kern County
USA, Utah, Beaver County
Gesellschaften zahlreich: Gold, Wismut, Bismutit, Quarz, Andradit, Chrysoberyll, Almandin, Barit, Schelit, Pyrophyllit, Kettnerit, Wulfenit, Gadolinit, Wolframit, Beryll, Epidot, Mikroklin, Pyrit, Chalcopyrit, Arsenopyrit, Covellit und andere Sulfide
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