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Allanit, Orthit
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Klasse (Dana) |
8
Silikate
8/C1 Sorosilikate
8/C1.3
Strukturen mit Neso-( und Soro-Strukturen
8/C1.3.1
Gruppe Epidot |
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Klasse (Strunz) |
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Chemische Formel |
(Ca, Ce, La, Y)2(Al, Fe)3(SiO4)3(OH) |
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Varietät |
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Kristallsystem |
monoklin, 2/m |
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Farbe |
schwarz, braun, bräunlich violett, wenn
durchsichtig |
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Strichfarbe |
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Glanz |
Glasglanz bis Fettglanz |
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Transparenz |
üblicherweise undurchsichtig, aber auch
durchsichtig gefunden |
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Erkennung |
Kristallverhalten, Farbe, Radioaktivität, Glanz
und Härte |
|
Allanit oder Orthit ist
eines der öfters zu findenden Mineralien mit seltenen Erden. Elemente der seltenen Erden
umfassen viele ungewöhnliche und wertvolle Metalle. Bis zu 20% des Gewichts können von
diesen Seltenen Erden stammen und machen es zu einem potentiell wertvollem Erz. Auf Grund
dieser Elemente, besonders Thorium, ist Allanit oft leicht radioaktiv.
Die Radioaktivität
kann auf mehrere unterschiedlichen Wegen festgestellt werden. Eingeschlossene Kristalle
des Allanits haben regelmäßig einen Hof oder dunklen Ring, der sie umschließt, einem
Beweis der Radioaktivität, das die umschließenden Mineralien beeinflusst.
Durch die selbstzerstörerische radioaktive Strahlung
des Minerals, kann die Kristallstruktur vollständig zerstört werden, so dass das
äußere Erscheinungsbild erhalten bleibt, aber die Kristallstruktur zerstört ist. Die
vollständige Zerstörung einer Allanit-Struktur erzeugt eine glasige Substanz
Im engeren Sinne wird Allanit in drei Mineralien
aufgeteilt:
- Allanit-(Ce) hat einen hohen Cer-Gehalt und wird allgemein als das
Allanit oder Orthit angesehen.
- Allanit-(La) hat einen hohen Gehalt von Lanthan
- Allanit-(Y) hat einen hohen Yttrium-Gehalt.
Diese Mineralien haben die gleiche Kristallstruktur und variieren
leicht in ihren Eigenschaften. Um sie zu unterschieden sind chemische Analysen notwendig.
Will man in der chemischen Formel alle auftretenden
Elemente nennen, müsste sie wie folgt geschrieben werden: (Ca, Ce, La, Y, Th, Na, K)2(Al,
Fe, Be, Mn, Mg)3(SiO4)3(OH). Ein Mineral wie Allanit wird
manchmal als "Mülleimermineral" bezeichnet, da es alle Elemente aufnimmt, die
andere Mineralien anscheinend nicht haben wollen. Hier wird die kurze chemische Formel
verwendet, die die allgemeine Chemie anzeigt, aber nicht die weiteren chemischen
Eigenschaften widerspiegelt, die Allanit erzeugen kann.
Allanit, wie andere Mineralien der Epidot-Gruppe, hat eine komplexe
Kristallstruktur, die beide Silikat Tetraeder, SiO4, und doppelte Silikate
Tetraeder, Si2O7. Die Formel kann auch anders dargestellt werden,
damit diese Organisationsstruktur besser zum Vorschein kommt: (Ca, Ce, La, Y)2(Al,
Fe)(Al2O)(SiO4)(Si2O7)(OH). Die Al2O-Gruppe
stellt die parallelen Ketten des AlO6 und AlO4(OH)2 dar,
dem Herz der Kristallstruktur der Epidot-Gruppe. Die Silikat-Gruppe und weitere Ionen
binden die Ketten aneinander. Da die Ketten parallel sind, tendieren die Kristalle zu
prismatischen Kristallen. Die Ketten sind in parallelen Ebenen angeordnet. Die
Spaltbarkeit von Allanit bricht die Bindungen zwischen diesen Ebenen.
Allanit wird als Begleitmineral in verschiedenen magmatischen
Gesteinen wie Granite, Syenite, Diorit und ihren Pegmatiten und in einigen metamorphen
Gesteinen als kleine eingeschlossene Körnchen gefunden. Es formt dicksäulige Kristalle,
die eine sehr gute Form haben können.
Da es leicht radioaktiv ist, sollte es nicht zusammen mit anderen
Mineralien gelagert werden, damit diese nicht durch Radioaktivität zerstört werden. Auch
der Mensch sollte nicht zu oft in Berührung mit diesem Mineral kommen!
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|
Kristallverhalten |
lange, irgendwie prismatische oder dicksäulige
Kristalle, mit einem dominanten Pinakoid, gegen den der Kristall abgeflacht ist. Die Enden
sind üblicherweise keilförmig, manchmal auch verjüngende Pyramiden. auch massiv und
am häufigsten als eingeschlossene Körnchen. |
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Spaltbarkeit |
unvollkommen in der Längsrichtung |
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Spaltrichtungen |
1 |
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Bruch |
muschelförmig |
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Zähigkeit |
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Härte |
5,5 |
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Dichte |
3,0 ... 4,2 |
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Geschmack |
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Geruch |
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Gefühl |
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Lumineszenz |
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Brechungsindex |
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Doppelbrechung |
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Dispersion |
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Pleochroismus |
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Interferenz |
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Magnetismus |
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Anlauf |
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Flammenfärbung |
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Lösbarkeit |
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Lösverhalten |
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Weitere Eigenschaften |
Zwillingsbildung wird an parallelen Furchen
erkannt, leicht radioaktiv |
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Verwendung |
Ein Erz der seltenen Erden und als Mineralprobe |
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Bearbeitung |
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Vorkommen |
sehr weit verbreitet
Deutschland, Eifel
Frankreich, Trimouns
Kanada, Ontario, Madawaska
Kanada, Quebec, Otter Lake
Madagaskar
Russland, Ural
Schweden, Falun, Ytterby, Sheppsholm
Spanien
USA, Kalifornien
USA, New Jersey, Franklin
USA, New Mexiko
USA, New York, Edenville
USA, New York, New York
USA, Texas, Barringer Hill
USA, Virginia, Court House |
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Gesellschaften |
Biotit,
Epidot, Feldspäte,
Monazit,
Quarz,
Thorit,
Xenotim |
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