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            III. Hörn. Siegfried
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            V. Hildebrandslied
               Hildebrand
            VI. Ortnit
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            VII. Hugdietrich

               Hugdietrich
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               Wolfdietrich
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Dreizehntes Abenteuer

Wie ein Zwerg ihm die Kaiserin stahl und wie er sie wieder gewann

Da gab man Wolfdietrich   die Herrin wohlgetan.
Doch keinerlei Kurzweil   der Held mit ihr begann:
Er wollt ihr erst die Wunder   gerne lassen sehn,
Die von seinen Kräften   im Berge waren geschehn.

Da begann Wolfdietrich   zu der Fraue wohlgetan:
"Eurer Ritter zwölfe   nehmt zu Begleitern an."
Da wagt' es ihrer keiner   in den Berg zu gehn mit ihr.
Da sprach die edle Kaiserin:   "Nimm mich allein denn mit dir."

Da führt' er nach dem Berge   die schöne Herrin fort,
Und wies ihr die toten   scheußlichen Würme dort.
Sie saßen miteinander   dann auf dem Grafe frei;
Da schlich die Eltermutter   all der Würme sich herbei.

Da hub der Wurm im Kampfe   sich an den kühnen Mann,
Und trieb ihn in dem Berge   mit Gewalt hindann.
Die Frau nahm er in den schweif,  das will ich euch sagen,
Und dachte sie mit Übermacht   tief in den Berg zu tragen.

Da sprach sie: "Held, verliere   nicht um mich dein Leben!
Hat sich dir jemals Liebes   von Weibeshuld begeben,
So gedenke meiner Seele,   edler König hehr:
Du siehst mich in Garten   lebendig nimmermehr."

"Nein, leibe Herrin,"   sprach Wolfdieterich.
Das Schwert in beiden Händen   erschwang er kräftiglich,
Und schlug es auf den wilden Wurm,   das sag ich euch fürwahr;
Er konnt ihn nicht verletzen   doch so breit nur als ein Haar.

Er sprach zum Schwerte Rose:   "Verlässest du mich dann?
Dich trug zu seinen Zeiten   des Leibes gar ein Mann."
Das Schwert ließ er kreisen   mit kräftigem Saus:
Er schlug es durch die Würmin,   dass es jenseits fuhr heraus.

Da hatt er in dem Berge   die Würme all erschlagen;
Zu seiner Herrin wandt er sich,   das will ich euch sagen.
Da führt' er aus dem Berge   die Fraue wohlgetan;
Von dem Stein geflohen waren   all die Herren in ihrem Bann.

Er nahm die edle Königin   bei ihrer weisen Hand,
Und wies sie, wo er Ortnits   morsch Gebeine fand.
Als die edle Königin   das Gebein ersah,
Das Haar aus dem Haupte   vor Jammer brach sie da.

Mit ihren beiden Händen   sie zu den Brüsten schlug:
"O weh mir armen Weibe,   dass mich je die Mutter trug!
Gewonnen hab ich Arme   so großes Herzeleid,
Dass mir Kraft und Schöne   muss zergehn in kurzer Zeit."

"Nun stillet eure Klage,"   sprach der Weigand.
Sie setzten miteinander   sich nieder auf das land.
Er entschlief in ihrem Schoße,   da kam ein kleiner Mann
Und stahl ihm die Fraue;   eine Tarnkappe hatt er an.

Durch den Wald entführte   die schöne Frau der Zwerg,
Bis wo ein schöner Brunnen   sprang aus einem Berg.
Er legt' ihr an die Kappe,   eine Wurzel in den Mund,
Und führte durch den Brunnen   sie in der Erde Grund.

Als er nun erwachte   und die Frau nicht wieder fand,
Da gab er auf zu Garten   die Burg und das Land,
Das Schwert in einer Kutte   verbarg er, das ist wahr,
Und wallte nach der Frauen   wohl in das vierte Jahr.

Da kam im vierten Jahre   Wolfdieterich dahin
Gegangen zu dem Brunnen   wo die Kaiserin
War hindurch geleitet   von dem Gezwerg.
Da setzte zu dem Brunnen   sich der Held vor den Berg.

Da hatte sich nicht lange   Wolfdieterich geruht,
So kam zu einem Fenster   im Berg die Fraue gut.
Als sie bei dem Brunnen   den Getreuen sitzen sah,
Nun mögt ihr gerne hören,   wie sie sprach, die Fraue, da.

Sie sprach: "Lieber Herre"   (Billung hieß der Zwerg),
"Ein irdischer Mann ist   gekommen vor den Berg.
Aus welchen Landen immer   er sei hieher gekommen,
Er weiß viel fremder Märe:   Die hätt ich gerne vernommen."

Da sprach das Gezwerge:   "Liebe Herrin mein,
Alles was dir lieb ist,   das soll geschehen sein."
Da nahm es um die Kappe,   die Wurzel in den Mund,
Und fuhr durch den Brunnen   empor zur selbigen Stund.

Es fuhr empor geschwinde   und kam dahin zuhand,
Wo es bei dem Brunnen   den Getreuen sitzen fand.
Als es nun von ferne   Wolfdietrichen sah,
Es empfing ihn gütlich;   nun hört, wie sprach es da:

"Sei willkommen, Waller,   hier vor diesem Berg.
Ich will dich gern bewirten,"   sprach das Gezwerg.
"Und willst du, edler Pilgrim,   heunte bei mir sein,
Gern will ich mit dir teilen   mein Brot und meinen Wein."

Wolfdietrich sprach: "So lohne   Gott vom Himmel dir
Der Treue und der Güte,   die du begehst an mir."
Es gab ihm um die Kappe,   eine Wurzel in den Mund,
Und führt' ihn durch den Brunnen   hinab zur selbigen Stund.

Als sich nun im Berge   Wolfdietrich umgesehn,
Da fand er in dem Berge   eine schöne Veste stehn.
In der Veste sah er   zweihundert Türme gar;
Die Mauerzinnen glänzten   wie der lichte Tag so klar.

Das Gezwerg nahm den Fürsten   bei seiner starken Hand
Und wies ihn, wo der Degen   ein Ziergärtlein fand,
Da war ein Gesiedel   von Marmelstein bereit;
Darob stand eine Linde,   die war grün zumal und breit.

Bei derselben Linde stand ein ehrner Mann,
Zwei Blasbälge rührt' er,   die waren wonnesam.
Fünfhundert goldne Röhren   gingen aus dem Baum,
Und fünfhundert Vöglein   sah man sitzen in dem Raum.

Es war gar schöne Zierde,   das glaubet sicherlich.
Dahin oft Kurzweil willen   begab das Zwerglein sich.
Wenn das Bild die Bälge   rührte mit der Hand,
So sangen auf der Linde   die Vöglein allesamt.

Nun stand auf jener Seite   ein Pallas, der war weit.
Da sah man gerichtet   zu derselben Zeit
Wohl fünfhundert Tische,   das sag ich euch fürwahr,
Fünfhundert Zwerg an jedem,   sie all zu Wunsche gar.

In demselben Pallas   stand ein goldner Mann,
Ein Gießfass in den Händen,   das war auch wonnesam:
Das Gießfass war so künstlich   geschaffen und so groß,
Dass dasselbe Bildnis   hundert Mannen Wasser goss.

Nach dem Mahle wurden   die Tische hingetragen.
Da sprach die Herrin: "Waller,   kannst du mir sagen:
Weist du Bescheid auf Garten?   Das sag mir sicherlich:
Da saß vordem ein König,   der hieß Wolfdieterich.

Es sind wohl vierthalb Jahre,   wenn ichs erkennen kann,
Da hat mich ihm gestohlen   dieser kleine Man.
Doch hab ich es mit Listen   also getrieben,
Dass er meines Leibes   nie Meister ist geblieben."

Da sprach zu ihr Wolfdietrich:   "Ich hab ihn nie gesehn,
Auch nie von ihm vernommen,   das muss ich euch gestehn."
Da sprach in großem Zorne   zu ihm der kleine Mann:
"Der Rede willen ist es   um euer Leben getan."

"Wes hast du mich zu zeihen?",   sprach Wolfdieterich.
"Ich kam zu deinem Brunnen,   das weist du sicherlich;
Du ludest mich zu Hause   und gabst mir Brot und Wein:
Welcher Schuld nun weist du   mich armen Waller zu zeihn?"

Sie sprach: "Du sollst ihn schonen,   es ist ein armer Mann."
"Nein, Herr Wirt," versetzt' er,   "kehre dich nicht daran.
Ich war in meinem Lande,"   sprach der kühne Held,
"Wohl ein werter Ritter,   und habe manchen gefällt."

Ein Kopf stand auf dem Tische,   der war von Golde ganz;
Wolfdieterich der Treue   sah manchmal nach dem Glanz.
Er hob den Kopf vom Tische;   er war erzürnt genug,
Als er dem Wirt des Landes   ums Haupt den Becher schlug.

Der Zwerg begann zu schreien,   weit scholl es in den Tann:
"Das klag ich Gott dem guten,   dass ich dich zu Gast gewann!
Es muss mich immer reuen,   auf die Treue mein:
Ein beschwerlicher Pilgrim   magst du in Wahrheit sein."

Das Gezwerg ließ seinen Harnisch   alsbald zur Stelle tragen:
Wolfdietrich ward bestanden,   das will ich euch sagen,
Von zweien wilden Riesen   in des Zwerges Bann.
Da stand in Ungnaden   der tugendreiche Mann.

Wohl musste mühsam streiten   der Held um sein Leben:
Das Schwert aus den Händen   geschlagen ward dem Degen.
Da stand der Held von Griechenland   wehrlos in großer Not.
Kam sie ihm nicht zu Hilfe,   so war es jetzt sein Tot.

Die Herrin legt' ihm wieder   das Schwert in seine Hand,
Und half so aus den Nöten   dem kühnen Weigand.
Sie bot ihm willig Dienste,   das stand der Frau wohl an.
Er dankt' es ihr gutlich,   der tugendreiche Mann.

Da stritt so heldenmäßig   der Degen auserkannt:
Viel der edeln Zwerge   bezwang da seine Hand.
Der Streit währt' in der Veste   bis an den dritten Tag,
Da der Wirt und sein Gesinde   vor ihm erschlagen lag.

Da ward erst von der Kaiserin   Wolfdieterich erkannt:
Sie fiel ihm zu Füßen,   die edle Frau, zuhand.
Er hob sie auf und küsste   sie lieblich auf den Mund:
Da weinte sie vor Freuden   um den unverhofften Fund.

Da nahm er seine Herrin,   an der kein Tadel lag,
Und wollte durch den Brunnen   sie führen an den Tag.
Da kam ein Gezwerge,   das war licht und schön,
Aus dem Berg gelaufen   und hieß ihn stille stehn.

Wolfdietrich sprach erschrocken:   "Wo will das wieder hin?
Will mich armen Waller   noch ein Heer überziehn?"
Der Zwerg fiel ihm zu Füßen   und küsst' ihm die Hand:
"Siehst du, Wolfdietrich,   dies wonnigliche Land?

Das war mein eigen   und war mir untertan,
Bis mir es Billung   mit Untreu abgewann.
Willst du nun Zierde schauen,   die lass ich dich sehn:
Reichtum und Ehren   magst du wohl mir zugestehn."

Er nahm ihn an die Seite   und hieß ihn mit sich gehn:
In einem Wurzgärtlein   eine Linde sah er stehn.
Sie saßen zueinander   nieder auf das Land;
Das Gezwerg hatt ein kleines Schlüsselein in seiner Hand.

Auf schloss er ihm die Linde,   das wisset sicherlich:
Da gingen aus der Linde   zwölf Maide wonniglich
Je zwo beieinander   Hand gefügt in Hand;
An ihrem Leibe trugen   sie manch herrlich Gewand.

Die silbernen Kleider   waren reich genug;
Ein gülden Band jedwede   auf dem Haupte trug.
Da sprach das Gezwerge:   "Tugendreicher Held,
Ich will dich schauen lassen   alles was mein Baum enthält."

Er nahm ihn an die Seite   und bat ihn einzugehn:
Da sah er in der Linde   eine Zeder stehn.
Die Zeder in der Linde   trug allgoldnen Schein;
Daraus schenkte man den Herren   beides Morass und Wein.

Der Hausherr sprach: "Ich will dir   eine Gabe geben,
Die sollst du mir danken   so lang dir währt das Leben.
Ich lüge dir nimmer,   das sollst du glauben mir."
"Du bist getreu, das weiß ich,   und gern vertrau ich dir.

Des sollst du Dank empfahen,   das will ich dir sagen."
Da hieß das Gezwerge   ein Büchse vor sich tragen,
Und schenkte dem Herren   die Büchse zuhand.
Er sprach: "Ich will dir melden,   wie es ist um sie bewandt.

Dreimal in dem Jahre,   Degen lobesam,
Nimmst du aus der Büchse   gewappnet fünfzig Mann,
Und welcherlei Kleider   sie gerne wollen tragen.
Noch will ich dir ferner   von derselben Büchse sagen:

Wenn dich vertreiben wollen   die Herrn in deinem Lehn,
In der Büchse findest du   fünfhundert Ritter stehn.
Nun warte hier ein Weilchen."   Da ging es hindann
Und versperrt' ihn in der Linde   mit der Frauen wohlgetan.

Da rief es hinwieder:   "Lieber Herre mein,
Wie willst du dich erledigen?   Du musst gefangen sein."
"Wes möchtest du mich zeihen?",   sprach Wolfdieterich.
"Ich kam zu deiner Linde,   das weist du sicherlich,

Im Vertraun auf deine Güte;   was rächtest du an mir?
Du bist getreu, das weiß ich,   und vertrauen will ich dir."
"Wes wollt ich dich zeihen?",   sprach das Gezwerg:
"Du bist mir zu Frommen   gekommen her in den Berg.

Meines Vaters ganzes Erbe,   die Burg und das Land,
Damit will ich dir dienen, Degen auserkannt."
Da bracht es in den Händen   ein kleines Hörnelein
Und sprach: "Du Getreuer,   das soll deine Gabe sein.

Kämst du fern ins zehnte Land,   und dräute dir Gefahr,
So brauchst du nur zu blasen,   das sag ich dir fürwahr.
Denn so ist es bewendet   um dieses Hörnelein,
Ich komme dir zu Hilfe   mit dreihundert Mannen mein."

Da sprach zu ihm Wolfdietrich:   "Kannst du mir nicht sagen,
Von wem hast du die Kostbarkeit?   Das möcht ich gerne fragen."
Da sprach das Gezwerge:   "Das tu ich dir kund,
Ich will dich des bescheiden   allhie zu dieser Stund.

Mein Vater hieß Thernück,   und war ein Gezwerg;
Ihm dienten der Genossen   zwölfhundert hier im Berg.
Von Gott hatt er drei Wünsche,   tugendreicher Degen,
Die wusst er nicht besser   denn also anzulegen:

Einen an die Linde,   den andern an das Horn,
Den dritten an die Büchse.   Nun heb ich an von vorn:
Meines Vaters ganzes Erbe,   die Burg und das Land,
Die biet ich dir zu eigen,   edler Degen auserkannt."

Der Zwerg nahm den Fürsten   bei seiner starken Hand
Und führt' ihn aus dem Berge:   Da war es wohl bewandt.
Auf eine breite Straße   kam der kühne Mann:
Da wandt er sich gen Garten   mit der Frauen wohlgetan.

Noch war nicht weit gegangen   im Wald Wolfdieterich,
Da hört' er eine Stimme,   die klagte jämmerlich:
Da ließ er die Kaiserin   bei einer Steinwand,
Und eilte nach der Stimme,   bis er ein wildes Fräulein fand.

Die war in Kindesnöten,   ihr Leib war groß und schwer.
"Was ist euch, liebe Fraue?",   sprach der Degen hehr,
"Kann ich eur Leid nicht wenden?   Das macht mir doch kund."
"Herr, ich tu es gerne,"   sprach sie mit bleichem Mund.

"Mir ist weh zu einem Kinde:   Drum geht hinweg beizeit,
Dass nicht Mannesaugen  schauen Frauenheimlichkeit."
"Warum, liebe Fraue,   schämst du dich vor mir?
Verbinde mir die Augen   und lass mich weilen bei dir."

Da ging zu einem Baume   das Fräulein auf ein Gras,
Wo sie eines schönen Sohnes   nach kurzer Frist genas.
Sie sprach zu dem Helden:   "Kühner Degen hehr,
Bei unsrer lieben Frauen,   bringt mir doch Wasser hieher."

Da eilt' er hin geschwinde   wo er ein Brünnlein fand,
Und trug ihr im Helme   Wasser hin zuhand.
Da war an der Fraue   eine jämmerliche Not:
Als er das Wasser brachte,   da war sie leider tot.

Da taufte das Kindlein   der treue Wolfdietrich,
Und grub ein Grab der Frauen,   das glaubet sicherlich.
Als er das Grab gegraben   mit dem Schwerte sein,
Da war gestorben leider   das kleine Kindelein.

Da legt' er zueinander   in ein Grab alle zwei,
Und bat Gott in seinem Herzen,   dass er ihnen gnädig sei.
Er sprach: "Herr Gott vom Himmel,   bei den fünf Wunden dein;
Lass dir dieser Frauen   und meines Paten Seel empfohlen sein."

Ü   Þ

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