Neuntes Abenteuer
Wie Wolfdietrich mit den Heiden
Belian Messer warf
Die Nacht nahm ein Ende, es
kam der lichte Tag,
Hin ging der stolze Heide, wo seine Tochter lag:
"Nun sage, liebe Tochter, auf die Treue dein,
Will der werte Christ nun dein Geliebter sein?"
Da sprach zu ihm die Jungfrau:
"Nein, lieber Vater mein,
Er hat dir nicht geminnet die liebe Tochter dein."
Da sprach in großem Zorne der heidnische Mann:
"Ich geb ihm meine Treue, um sein Leben ists getan."
Da wappnete sich balde der
Degen lobesam:
"Nun berate Gott in Griechenland meine treuen elf Mann,
Dazu den Herzog Berchtung, den lieben Meister mein,
Und lass dir Gott vom Himmel meine Seel empfohlen sein!"
Er gürtete das Schwert um
und nahm den Schild zur Hand.
Da ging er nach dem Hofe, wo er manchen Dienstmann fand.
Da sprach der stolze Heide: "Lasst mir mein Recht geschehn!"
Da fragt' ihn Wolfdietrich: "Worin soll das bestehn?"
"Ich werfe nach euch Messer,
nach mir werft ihr dann."
Empor zum Himmel blickte der tugendreiche Mann.
Da ward ein Kreis geschlossen von manchem Heidenmann;
Sechs Messer und zwei Trittstühl trug man ihm auf den Plan.
Als sie nun werfen sollten,
das wisset sicherlich,
Da sprach wohl gezogen der Held Wolfdieterich:
"Herr Wirt, das mir gefalle, das Messer hätt ich gern."
"Hab dir die Wahl darunter," sprach der Heide zu dem Herrn.
Einen Stuhl und drei Messer
gab man ihm in die Hand.
Der Heide sprach: "Zu leide hat dein Gott dich hergesandt."
Zwei kleiner Schilde brachte man heran,
Die waren einer Spanne breit, wie ich vermelden kann.
Da gab man den einen dem
auserwählten Degen,
Und ließ einen breiten Schild zu seinem Stuhle legen.
"Zieh ab die Rüstung," sprach er zu dem Helden ausersehn,
"Drei Würfe musst du mir im Hemde bestehn.
"Und weichst du von dem Stuhle
eines Haares breit,
So geht es dir ans Leben, des hast du Sicherheit."
Da zog er von dem Leibe all sein Gewand
Und legt' es zu dem Stuhle bei sich nieder auf das Land.
"Soll ich in dieser Veste
nun sterben," hub er an,
"So berate Gott in Griechenland meine treuen elf Mann
Und den Herzog Berchtung, den lieben Meister mein.
Herr Gott, lass meine Seele dir befohlen sein!"
Da begann Wolfdietrich zu
dem heidnischen Mann:
"Herr Wirt, ihr habt euch heute ein Recht genommen an,
Das müsst ihr fahren lassen, soll es billig sein:
Nun zieh von deinem Leibe die lichte Brünne dein."
Laut begann zu lachen der
König Belian.
Nun war zu den Zeiten das Recht noch so getan,
Was ein Mann gelobte, dabei so bleib er stehn;
So sollt es noch heute in allen Landen geschehn.
Da musst er von dem Leibe
ziehn der Brünnen Schein,
Und stand vor Wolfdietrich in einem Hemd allein.
"Weist du, werter Christe," sprach der Heidenmann,
"Was ich zu Rechte in meinem Lande gewann?
"Wer kommt zu meinem Hause,
das sag ich dir fürwahr,
Der lässt den Wirt werfen zuerst immerdar.
siehst du wohl die Häupter an meinen Zinnen dort?
Noch eine Zinn ist ledig: Die füllt das deine sofort."
Da sprach Wolfdietrich wieder
zu dem Heidenmann:
"Wie steht es um den einen, der dich besiegen kann?
Vor dem sollst du dich hüten," sprach der Degen gut,
"Dass du nicht entgeltest deinen großen Übermut."
"So kühn weiß ich keinen,"
sprach der Heidenmann,
"Der mit Messerwerfen mir obsiegen kann;
Nur bei den wilden Griechen, da wächst ein junger Degen,
Von dem soll ich verlieren meinen Leib und mein Leben.
Bist du derselbe, so mach
es mir bekannt,
So geb ich dir zu eigen die Burg und das Land."
Da sprach Wolfdietrich wieder: "Ich sagte dir, ich bin
Von der alten Troje der König Pilgerin."
Da sprangen auf die Stühle
die unverzagten Degen.
Nun hätte sich der Grieche des Lebens schier begeben.
Er sprach: "Gott vom Himmel, gnadenreicher Christ,
Hilf mir von hinnen, wenn mir nichts besseres ist."
Da hob das erste Messer der
Heide hoch empor:
"Nun hüte deines Scheitels, das sag ich dir zuvor."
Auf den Unverzagten warf er es mit Grimm:
Seines Haars zwei Locken von dem Scheitel warf er ihm.
Verfehlt des ersten Wurfes
hatte der Heidenmann:
"Lieber Gott Machmet, nun steh mir bei fortan
Wie du mir in Nöten noch tatest immerdar,
Dass ich die Ehre wahre; du gabst sie mir fürwahr."
Er hob das andre Messer in
der Hand empor:
"Nun hüte deines Herzens, das sag ich dir zuvor."
Wolfdietrich sprach: "Nun pflege der Gott in Gnaden mein,
Dem mein Leib und meine Seele empfohlen sollen sein."
Der Heide sprach: "Nun schirme
dich, Degen ausersehn."
Wolfdietrich sah das Messer von dem Heiden gehn;
Da hub er Arm und Achsel, und ließ es drunter her.
Verfehlt war auch der zweite Wurf; da schrie der Heide sehr:
"Du willst mich heut verlassen,"
rief der Heide da,
"Du mein Gott Machmet, was mir noch nie geschah:
Zweier Würfe fehlt ich nimmer noch zuvor."
Er nahm das dritte Messer: "Nun sieh am Gürtel dich vor."
Mit Dräun wollt er ihn schrecken,
den Degen ausersehn,
Dass ihm beim dritten Wurfe noch wär ein Heil geschehn.
Da wankte Wolfdietrich, ihm brach vom Stuhl ein Bein;
Doch hielt er sich aufrecht, der edle Held, auf den zwein.
Der Heide sah ihn schwanken
auf dem Trittstuhl dort.
Er sprach: "Du musst dein Leben lassen hier sofort.
Es ist um dich ergangen, werter Christenmann,
Es sei denn, dass mir Machmet nicht helfen wolle fortan."
Er sprach: "Er soll dich lassen,
der ein Betrüger ist.
Nun komme mir zu Hilfe mein Vater Jesu Christ,
Der für uns am Kreuze gelitten hat den Tod:
Der soll mir heute helfen aus Angst und großer Not."
"Wie stark sei dein Glaube,"
sprach der Heidenmann,
"So weiß ich doch dass Machmet deinen Gott bezwingen kann.
Du kommst zu deutschen Reichen sicher nimmermehr:
Deinem Gott wohl magst du klagen, dass du je kamst hieher."
"Mein Gott lebt noch, hoff ich,"
sprach Wolfdieterich.
"Der ist mild der Gnaden so überflüssiglich,
Dass er keinem Christen lässt ein Leid geschehn:
Zu ihm bis an mein Ende will ich in Vertrauen flehn."
Da rief der Heide wieder in
zorniger Gier:
"Du musst dein Leben lassen auf dem Stuhle hier,
Mich wolle denn verlassen Machmet mein Gott.
Lieber Gott Machmet, nun mach mich nicht zu Spott."
Da sprach und gab ihm Antwort
der unverzagte Mann:
"Deinen Gott Machmet ruf ich nimmer an,
Ich trau auf meinen Schöpfer, den reichen Jesu Christ,
Und auf seine Mutter, die uns allen gnädig ist."
Auch das dritte Messer
verwarf der Heidenmann;
Wo hatte sich gehütet der Degen lobesam.
Wolfdieterich der Kühne hoch auf dem Stuhle sprang:
In die Erde fuhr das Messer ihm zwischen den Füßen
spannenlang.
Drei Würfe nun bestanden
hatte Wolfdietrich,
Und war nicht wund geworden, der Degen tugendlich.
Er hob empor die Hände zu derselben Frist;
Er sprach: "Herr, lass dir danken, du gnadenreicher Christ."
Da sprach der stolze Heide:
"Wer lehrte dich den Sprung?
Den kann auf Erden niemand, als Herzog Berchtung.
Bist du Wolfdietrich? Das mache mir bekannt,
So geb ich dir zu eigen die Burg und auch das Land.
Berchtung war mein Geselle
wohl zweiundzwanzig Jahr;
Seinetwillen lass ich das Leben dir fürwahr."
Da sprach in seinen Züchten der Degen lobesam:
"Wer ist Herzog Berchtung? Von dem ich nie vernahm."
Da sprach noch Wolfdietrich:
"Ich sagte dir, ich bin
Von der alten Troje der König Pilgerin,
Und bin um deinetwillen gekommen auf den Plan:
du musst mir heut entgelten so manchen Christenmann."
Da stand des Heiden Tochter
an einem Fensterlein;
Sie sprach in großem Leide: "Lieber Vater mein,
Unser Gott Machmet lässt heut uns in der Not:
O weh, lieber Vater, welch Leid ist uns gedroht!"
Da hub der stolze Heide zu
seiner Tochter an:
"Du bist, die mich tötet, das sei dir kund getan.
Hättest du den Schlummertrank zu trinken ihm gegeben,
So hätt ich heut ihm obgesiegt, es wär geschehn um sein
Leben."
Da begann Wolfdietrich: "In
Freuden steh ich hier:
Mein Gott Jesus Christus ließ noch nie von mir,
Er und seine Mutter half mir stets aus Not:
Dein Gott ist ein Teufel und fällt mit dir in den Kot."
"Bist du Wolfdietrich, das
sage mir an:
Burg, Land und Leute mach ich dir untertan
Und gebe dir die Tochter; die Taufe nehm ich an,
Nur lasse mich beim Leben, du tugendreicher Mann."
"Was sagst du hier von Wölfen?
Die laufen in dem Holz:
Ich bin von alten Trojen ein Ritter also stolz.
In drei Würfen musst du mir auf dem Stuhle stehn:
Dem rechten Aug, dem linken Fuß, der einem muss Leid geschehn."
Der Heide sprach in Sorgen:
"O weh der großen Not!
Hüt ich mich unten, so bin ich oben tot.
Ich steh in deinen Gnaden," sprach der Heidenmann,
"Lieber Gott Machmet, steh mir bei hier auf dem Plan!"
Da warf ihm Wolfdietrich
den ersten Messergruß:
Er sah ihm nach den Augen und meinte seinen Fuß.
Er warf ihm das Messer durch den Fuß bis an das Heft:
"Wer lehrte so mich werfen, du böser Götzenknecht?
"Willst du hören, wer ich sei?
So wisse sicherlich:
Ich bin aus Griechenlande der Held Wolfdieterich:
Du musst mir heut entgelten auf dem Stuhle hier
Manchen edeln Christen, der verderbt ward von dir."
Er hob das andre Messer in
der Hand empor.
Er sprach: "Bei deinem Scheitel sieh dich nun vor."
Er warf es nach dem Heiden ingrimmig, dass es klang,
Und mitten durch den Bucklerschild und durch den Scheitel ihm
drang.
Die weite Burg erschallte
von des Heiden Schrei:
"Lieber Gott Machmet," rief er, "Nun steh mir bei!
Hilfst du mir nicht balde, es muss mein Ende sein.
O weh, liebe Tochter, was vergossest du den Wein!"
Da lief die schöne Jungfrau
dahin allzuhand,
Wo sie ihren lieben Gott Machmet stehen fand.
Sie trug ihn zur Stelle, die Jungfrau ausersehn,
Wo sie ihren Vater sah in großen Nöten stehn.
"Machmet," sprach sie, "lieber Gott,
nun hilf dem Vater mein;
Und hilfst du ihm nicht balde, es muss sein Ende sein."
Wolfdietrich sprach zu ihnen gar ohne arge List:
"Mich dünkt, eur Gott Machmet, dass er entschlafen ist!"
Er hob das dritte Messer in
der Hand empor.
Er sprach: "Bei dem Herzen sieh dich nun vor.
Dahin will ich dich werfen, heidnischer Mann:
Verloren geb ich noch das Spiel, wenn ichs nicht treffen
kann."
Da warf im dritten Wurfe
nach ihm Wolfdieterich:
Er zielt' ihm nach dem Herzen und warf behendiglich.
Er traf auch ins Herze den heidnischen Mann,
Dass er vom Stuhl herab fiel und da sein Ende nahm.
So geschah dem Heiden
mit Wolfdieterich.
Da stand in dem Ringe, das glaubet sicherlich,
So mancher stolze Heide aus des Königs Bann,
Die hätten ihren Herren gern gerochen an dem Mann.
Sie griffen zu den Schwertern
und liefen ihn an,
Sie wollten Wolfdieterich verderben auf dem Plan.
Da sprang er von dem Stuhle nieder auf das Land,
Sein gutes Schwert entblößt' er und nahm es in die Hand.
Er sprach: "Und soll mich heute
so große Not besahn,
So berate Gott in Griechenland meine treuen elf Mann,
Und den Herzog Berchtung, den lieben Meister mein,
Herr Gott, lass meine Seele dir wohl befohlen sein!"
Aus großem Ungemache half
Gott ihm gnädig da.
Nun höret, welch ein Zeichen an dem Herrn geschah:
Er schlug alleine fünfzig von des Heiden Bann;
Die andern flohen alle vor ihm hinweg von dem Plan.
Sie sprachen einhellig: "Er
hat einen starken Gott,
Der ihm wohl mag helfen aus Angst und großer Not.
Wir sollen um ihn bitten den getreun Wolfdieterich."
Da gingen sie alle zu ihm geselliglich,
Und fielen zu Füßen dem
Fürsten lobesam:
"Wir bitten dich, Wolfdietrich, du tugendreicher Mann,
Dass du uns lässest taufen, Degen ausersehn:
So mag uns gleiche Gnade von deinem Gotte geschehn."
Er sprach, er tät es gerne,
der tugendreiche Mann:
"Doch hab ich weder Pfaffen hier noch Kapellan."
Im Augenblicke sah er auf dem Hofe nahn
Einen werten Pfaffen und einen Kapellan.
Er sprach: "Liebe Herren,
darum will ich euch bitten,
Dass ihr die Helden taufet nach christlichen Sitten."
Sie sprachen: "Gerne tun wir das hier zu dieser Stund,
Wollen sie an ihn glauben, der an dem Kreuz ward wund,
Und an seine Mutter zumal,
die reine Maid,
Die einem jeden Sünder wohl wenden mag sein Leid."
Sie sprachen alle willig dazu: "Wir tun es gern."
Da baten sie zu Paten Wolfdieterich den Herrn.
Da lehrte sie den Glauben
der Held Wolfdieterich,
Und das Ave Maria, das glaubet sicherlich.
Sie wurden gute Christen zumal, wie er gebot,
Und wollten an ihn glauben, der am Kreuz erlitt den Tod.
Da mochte man der Heiden
vierhundert taufen sehn.
Da ging des Heiden Tochter in eine Kammer flehn.
Sie zaubert' um die Veste einen wilden See;
Das tat dem getreuen Wolfdieterich noch weh.
Da auf sein Ross gesessen
war Wolfdieterich,
Urlaub wollt er nehmen und reiten schnelliglich:
Da sah er um die Veste ein wildes Wasser gehn;
Nun hört wie er da klagte, der Degen ausersehn:
"Ach süßer Name Jesus, was
hatt ich mir gedacht!
Wer hat dies wilde Wasser um die Burg hieher gebracht?
Da ich zu dieser Veste ritt gestern Abend spät,
Mit Blumen war die Heide wonniglich übersät.
"Soll ich nun sterben," dachte
der Degen ausersehn,
"So soll es nicht alleine über mich ergehn.
Wollt ihr mit mir von hinnen, edle Königin?"
Sie sprach: "Ich tu es gerne;" da kam und küsste sie ihn.
Vor sich zu Rosse nahm er
das Mägdelein ausersehn.
Eine Glasbrücke sah er über das Wasser gehn.
Als mitten auf die Brücke kam der Degen gut,
Da sank vorn und hinten die Brücke nieder in die Flut.
Zu so großen Nöten noch kam er
nimmermehr:
Er mocht auf der Brücke weder hin noch her.
Sie ward zu einer Elster und flog zur Veste fort;
Ihn ließ sie alleine in den großen Nöten dort.
Sie saß auf einer Zinne und
sah zurück nach ihm;
Nun mögt ihr gerne hören wie sie sprach im Grimm:
"Du verruchter Christe, du entgiltst den Vater mein;
Es muss hier im Wasser dein letztes Ende sein."
Noch sprach zu dem Helden
die Jungfrau wohlgetan:
"Steh ab von deinem Glauben und bete Machmet an;
Alle diese Reiche mach ich dir untertan,
Und will dich mit Freuden nehmen zu meinem Mann."
Da sprach in seinen Züchten
der tugendliche Mann,
"Magst du selbst, Unselge, Machmeten rufen an,
Wie viel du zu ihm flehest, doch hilft er nimmer dir;
Gott und seine Mutter, die reine, helfen mir!"
Er sprach: "Was möcht es frommen,
wär ich hier tausend Jahr?
So muss ich Leib und Leben setzen in Gefahr."
Sein Ross, das gute, nahm er zwischen beide Sporn
Und sprang von der Brücke herab in großem Zorn.
Er fiel in Wundertiefe
hinab auf einen Grund.
Da sah der edle Degen zu derselben Stund
Gar eine breite Heide sah er vor sich stehn,
Mit einem hohen Berge, der war schrecklich anzusehn.
Vor demselben Berge der
Held zwölf Teufel fand,
Ein Schwert und einen Kolben trug jeder in der Hand.
Dei bestunden ihn ingrimmig und taten ihm viel Leid:
Er kam all sein Leben nicht in so fährlichen Streit.
Nun merket, ob der Zauber
nicht übel war genug:
Ihrer wurden vierundzwanzig, als er die zwölf erschlug;
So mehrte sich ihm ferner noch die verruchte Schar:
Ihrer wurden zweiundsiebzig; doch entschlug er ihrer sich gar.
Nun will ich euch bescheiden,
wie ihm das gelang:
Von Gott in seinem Herzen tat er keinen Wank,
Er mahnt' ihn gar emsiglich, der tugendreiche Mann;
Der Schweiß ihm durch die Ringe über die Brünne rann.
Der Berg und die Heide
waren stählern gar.
Er mahnt' um seien Hilfe den Herren immerdar;
Doch hielt die glatte Bergwand so lang den Kühnen auf,
Dass er am dritten Morgen erst völlig kam hinauf.
Als er zuletzt hinauf kam nach
langem Aufenthalt,
Da sah er um den Berg gehn einen brennenden Wald.
Da musste bald sich wenden der treue Wolfdietrich,
Von der Hitze musst er kehren, das wisset sicherlich.
Er sprach: "Verzagtes Herze,
was willst du nun tun?
Du hast doch nie geworben nach weltlichem Ruhm."
Wo der Wald am stärksten brann, da eilt' er hinan,
Und wandte sich nicht wieder, bis der Zauber ein Ende nahm.
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