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Zweites AbenteuerWie Hagen entrann und Frau Helke Etzeln warnte Herr Etzel, da er wieder in
seinem Reiche saß, Er ließ nicht aus den Augen
die jungen Fürsten wert, Man sah sie bald erwachsen
an Kräften und an Sinn, Als Etzel das erkannte, zog
er sie andern vor, So fügt' es Gott vom Himmel,
dass sie gefangne Maid Da durft ihr wohl Frau Helke
die Schlüssel anvertraun, Derweile war gestorben
Gibich der König hehr. Herr Hagen auch erfuhr es,
der dort vergeiselt war, Da sprach zu König Etzel
Helke die Königin; Der junge Geisel Walther,
dem du dein Heer vertraut, "Beherzge meine Warnung und
tu nach meinem Rat: Du warst ein zarter Knabe,
da du gen Heunland kamst Du hast in meinem Dienste
dein Leben nie gespart, Wohlan denn, so erwähle dir
eine holde Braut, Die geb ich dir zu Lohne,
dazu ein weites Land, Der Rat gefiel dem König:
Da war es bald getan: "Herr, eure Güte schafft es
und nicht mein eigner Wert, Dem Herrn getreulich dienen
geziemt allein dem Knecht: Ich müsst an ihren Blicken
nur hängen all die Frist, Ich will mich nicht verliegen
und kosten süße Ruh, Auch mag ich Frauenwinken,
ich hab es keinen Hehl, Mich zieht zum weichen Bette
zurück kein liebes Weib, Wenn ihr vom Krieg einst rastet,
nicht mehr der Schlacht gedenkt, So sprach der junge Degen
und täuschte seinen Herrn; |
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Jürgen Kühnle
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