Friedrich
Schiller

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Gedichte

Rousseau*

Monument von unsrer Zeiten Schande,
Ew’ge Schmachschrift deiner Mutter Lande,
   Rousseau’s Grab, gegrüßet seyst du mir!
Fried’ und Ruh den Trümmern deines Lebens!
Fried’ und Ruhe suchtest du vergebens,
   Fried’ und Ruhe sandst du hier!

Wann wird doch die alte Wunde narben?
Einst war’s finster, und die Weisen starben;
   Nun ist’s lichter, und der Weise stirbt.
Sokrates ging unter durch Sophisten,
Rousseau leidet, Rousseau fällt durch Christen,
   Rousseau – der aus Christen Menschen wirbt.


Bemerkungen

Mehr Informationen zu diesem Gedicht finden Sie im Lexikon.

 
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