Friedrich
Schiller

www.wissen-im-Netz.info

Werke - Gedichte

Homepage
   Literatur
      Schiller, Friedrich

         Werke
           
Gedichte

Die Größe der Welt

Die der schaffende Geist einst aus dem Chaos* schlug,
Durch die schwebende Welt flieg’ ich des Windes Flug,
                        Bis am Strande
                        Ihrer Wogen ich lande,
Anker werf’, wo kein Hauch mehr weht,
Und der Markstein der Schöpfung steht.

Sterne sah ich bereits jugendlich auferstehn,
Tausendjährigen Gangs durchs Firmament zu gehn,
                        Sah sie spielen
                        Nach den lockenden Zielen;
Irrend suchte mein Blick umher,
Sah die Räume schon – sternenleer.

Anzufeuern den Flug weiter zum Reich des Nichts,
Steur’ ich muthiger fort, nehme den Flug des Lichts,
                        Nebelicht trüber
                        Himmel an mir vorüber,
Weltsysteme, Fluten im Bach,
Strudeln dem Sonnenwanderer nach.

Sieh, den einsamen Pfad wandelt ein Pilger* mir
Rasch entgegen – „Halt an! Waller, was suchst du hier?“
                        „ „Zum Gestade
                        Seiner Welt meine Pfade!
Segle hin, wo kein Hauch mehr weht,
Und der Markstein der Schöpfung steht!“ “

„Steh! du segelst umsonst – vor dir Unendlichkeit!“
„ „Steh! du segelst umsonst – Pilger*, auch hinter mir! –
                        Senke nieder,
                        Adlergedank’*, dein Gefieder!
Kühne Seglerin, Phantasie,
Wirf ein muthloses Anker hie.“ “


Bemerkungen

Mehr Informationen zu diesem Gedicht finden Sie im Lexikon.

 
Google
© 1999-2007 Copyright by Jürgen Kühnle
Über Anregungen und Kommentare zu diesen Seiten würde ich mich freuen juergen@kuehnle-online.de.