Friedrich
Schiller

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Gedichte

Das Glück und die Weisheit

Entzweit mit einem Favoriten,
   Flog einst Fortun’* der Weisheit zu:
„Ich will dir meine Schätze bieten,
   Sey meine Freundin du!

Mit meinen reichsten, schönsten Gaben
   Beschenkt’ ich ihn so mütterlich,
Und sieh, er will noch immer haben,
   Und nennt noch geizig mich.

Komm, Schwester, laß uns Freundschaft schließen!
   Du marterst dich an deinem Pflug,
In deinen Schooß will ich sie gießen,
   Hier ist für dich und mich genug.“

Sophia lächelt diesen Worten,
   Und wischt den Schweiß vom Angesicht:
„Dort eilt dein Freund, sich zu ermorden,
   Versöhnet euch, ich brauch’ dich nicht.“


Bemerkungen

Mehr Informationen zu diesem Gedicht finden Sie im Lexikon.

 
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