Friedrich
Schiller

www.wissen-im-Netz.info

Werke - Gedichte

Homepage
   Literatur
      Schiller, Friedrich

         Werke
           
Gedichte

Dem Erbprinzen von Weimar,

als er nach Paris* reiste.

In einem freundschaftlichen Zirkel gesungen.

So bringet denn die letzte volle Schale
   Dem lieben Wandrer dar,
Der Abschied nimmt von diesem stillen Thale,
   Das seine Wiege war.

Er reißt sich aus den väterlichen Hallen,
   Aus lieben Armen los,
Nach jener stolzen Bürgerstadt zu wallen,
   Vom Raub der Länder groß.

Die Zwietracht flieht, die Donnerstürme schweigen,
   Gefesselt ist der Krieg,
Und in den Krater darf man niedersteigen,
   Aus dem die Lava* stieg.

Dich führe durch das wildbewegte Leben
   Ein gnädiges Geschick,
Ein reines Herz hat dir Natur gegeben,
   O bring’ es rein zurück!

Die Länder wirst du sehen, die das wilde
   Gespann des Kriegs zertrat;
Doch lächelnd grüßt der Friede die Gefilde
   Und streut die goldne Saat.

Den alten Vater Rhein* wirst du begrüßen,
   Der deines großen Ahns*
Gedenken wird, so lang sein Strom wird fließen
   Ins Bett des Ozeans.

Dort huldige des Helden großen Mauen
   Und opfere dem Rhein*,
Dem alten Grenzenhüter der Germanen,
   Von seinem eignen Wein,

Daß dich der vaterländ’sche Geist begleite,
   Wenn dich das schwanke Brett
Hinüberträgt auf jene linke Seite,
   Wo deutsche Treu vergeht.


Bemerkungen

Mehr Informationen zu diesem Gedicht finden Sie im Lexikon.

 
Google
© 1999-2007 Copyright by Jürgen Kühnle
Über Anregungen und Kommentare zu diesen Seiten würde ich mich freuen juergen@kuehnle-online.de.