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Die Worte des Glaubens (Gedicht)

Zum Gedicht Die Worte des Glaubens.

ein didaktisches Gedicht aus dem Jahre 1797. Es bezieht sich auf eine Lehre der Kantischen Philosophie, welcher zufolge es für Freiheit, Tugend und Unsterblichkeit keine Beweise giebt, da diese Vorstellungen als natürliche Forderungen unseres Gemüths zu betrachten sind. Aus diesem Grunde nennt Schiller sie auch Worte des Glaubens. Die erste Vorstellung ist die der natürlichen und sittlichen Freiheit im Gegensatz zu der des Wahns; die zweite ist die der Tugend, die dem mit Bewußtsein Strebenden als Ideal vorschwebt, während die kindliche Einfalt ihr unbewußt gehorcht; die dritte ist die Vorstellung eines höchsten Wesens, d. h. Gottes, der das Gute liebt, und dessen Wille also heilig ist, während der durch Zeit und Raum beschränkte Mensch in seinem Urtheil wie in seinem Handeln wankt und den „höchsten Gedanken“, d. h. Gott selbst nur ahnen, aber nie in sich verwirklichen kann.

 
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