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Welt

1) (R. I, 1) unsere Erde; 2) (D. C. II, 14) das Irdische im Gegensatz zu höheren Dingen. – „Die getaufte Welt“ (D. C. I, 6), die Christenheit. – Sch. braucht Welt in eigenthümlicher Weise in vielen Zusammensetzungen (vergl. Riese), wie:

Weltcirkel (R. I, 1), menschliche Gesellschaft.

Weltgebäude (D. C. III, 10), Staats- und Regierungssystem.

Weltgebrauch (D. C. 1, 2), Sittengesetz.

Weltgeist. 1) (Ged. D. Künstler) das Gebiet des Idealen; 2) (Wst. T. II, 3) die höhere Macht, welche die Geschicke lenkt; vergl. den Artikel Wallenstein, S. 480.

Weltgericht. 1) (Ged. Resignation) das Urtheil der Welt; 2) (Mcb. II, 8) der jüngste Tag.

Weltgeschichte. 1) (Ged. Resignation) der höhere Zusammenhang zwischen den sich ereignenden Thatsachen; 2) (D. C. II, 2) der Geist, welcher die Geschicke der Völker regiert; 3) (D. C. III, 10) die leitenden Ideen, welche durch die Kritik der Ereignisse zu Tage gefördert werden.

Weltkreis (D. C. II, 15), s. v. w. Welt.

Weltplan (Ged. Resignation), der in den Geschicken erkennbare Zusammenhang.

Weltenregiment (Wst. L. 7), die Ergreifung von Regierungsmaßregeln.

Weltsystem. 1) (Ged. Phantasie an Laura), die Fixsterne mit ihren Planeten und Trabanten; 2) (F. Vorr.) bildl. für die Gesammtheit aller geschichtlichen Thatsachen.

Weltverhängniß (D. C. III, 10), naturgemäße geschichtliche Entwickelung.

Weltenuhr (Ged. An die Freude), die regelmäßig sich bewegenden Gestirne.

 
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