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Wahl

Zum Epigramm Wahl in den Votivtafeln.

(Ged.), ein Epigramm aus d. J. 1796, bei dem es zweifelhaft ist, ob es von Sch. oder von Goethe herrührt. Ein Kunstwerk zu schaffen, das über allen Tadel erhaben ist und darum Jedem genügt, ist nur Meistern ersten Ranges beschieden, und in unserer kritisirenden Zeit kaum diesen. Bleibt dem Künstler nun die Wahl, entweder dem Geschmack des großen Haufens zu huldigen, oder den wenigen edleren Naturen zu genügen, so soll er nur die letzteren im Auge haben:

„Denn wer den Besten seiner Zeit genug gethan,
Der hat gelebt für alle Zeiten.“ (Wst. Prol. V. 48).

 
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