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Virgiliusabgek. Virgil (Metr. Uebers. Vorer.), der vorzüglichste Dichter der Römer, wurde i. J. 70 v. Chr. zu Andes bei Mantua geboren und erhielt seine Bildung durch den Philosophen Syron und den Dichter Parthenius, die beide Griechen waren. Obwohl im Besitze eines hübschen Landgutes, hielt er sich doch vorzugsweise in Rom auf, wo er in beständigem Verkehr mit den vielen ausgezeichneten Talenten seiner Zeit lebte. Neben einer größeren Anzahl von Idyllen und Lehrgedichten ist die Aeneis od. Aeneide (s. d.) sein berühmtestes und zugleich sein letztes Werk, zu welchem die Vorarbeiten in Rom gemacht wurden, während er es in Griechenland vollendete. Auf der Rückreise von dort starb er i. J. 19 v. Chr. Virgil hatte bestimmt, man solle die Aeneis verbrennen, da er sie als ein mangelhaftes und unvollendetes Werk betrachtete; seine Freunde jedoch, die Dichter Varius und Tucca, machten sie auf Befehl des Augustus bekannt. |
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