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Venedig

Als mehrere nordische Völkerschaften, wie die Westgothe, Hunnen und Longobarden auf das römische Reich, und zwar zunächst auf Venetien eindrangen, flüchteten die ärmeren Bewohner dieses Gebiets auf die Lagunen des adriatischen Meeres. Hier gaben sie sich anfänglich eine demokratische Verfassung unter dem Vorstande von Tribunen, bis sie i. J. 697 ihren ersten Dux od. Doge wählten, dem sie die vollziehende Gewalt übertrugen, während das Volk die gesetzgebende für sich behielt. So entstand die Republik Venedig (Wst. L. 11), an welche (Dr. Kr, 141) Bethlen Gabor den Grafen Mansfeld wies, um Geld aufzubringen. Der Sitz der Regierung war Rialto (s. d.), aus welchem bald eine volkreiche Stadt, das jetzige Venedig (Tur. II, 2 – Gsts. 10, 127), erwuchs. Nördlich davon liegt die kleine Lagunenstadt Murano (Gsts. 10, 240, 246), die ehemals als eine Vorstadt Venedigs betrachtet wurde.

 
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