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Tilly(Joh. Tzerklas, Graf von), geb. 1559, trat erst in spanische Kriegsdienste, wo sich bei ihm unter Alba’s Oberleitung der Eifer für die Vertilgung der Ketzer ausbildete, später (Dr. Kr. 123) in bairische Dienste, wo Herzog Maximilian ihn bald zum Feldmarschall ernannte. Hierauf leistete er dem ligistischen Heere als Oberfeldherr die bedeutendsten Dienste. Eine interessante Charakteristik seiner Persönlichkeit findet sich Dr. Kr. 185. Vor der Schlacht bei Leipzig rühmte er sich, nie betrunken gewesen zu sein, nie ein Weib berührt und nie eine Schlacht verloren zu haben; daher (Wst. L. 6):
Aber Gustav Adolph setzte seinem Ruhme ein Ziel, indem er ihn zuerst (7. Sept. 1631) bei Leipzig und Breitenfeld und bald darauf am Lech (Picc. I, 2 – Wst. T. III, 13) schlug, wo ihm der Schenkel zerschmettert wurde, was seinen Tod (30. April 1632) zur Folge hatte; daher (Wst. L. 6): „Der Tilly überlebte seinen Ruhm.“ |
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