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Talisman

arab., ein Zaubermittel od. Zauberbild, das bei einem bestimmten Zusammentreffen gewisser Planeten unter Beobachtung von allerlei abergläubischen Förmlichkeiten angefertigt wurde. Es sollte die Kraft haben, diejenigen, welche es bei sich trugen, gegen Unglück und Gefahren zu schützen. Daher sagt Wallenstein (Wst. T. V, 4) von der goldenen Kette, die der Kaiser ihm umgehangen:

– – – – „Die sollte
Ein Talisman mir sein, so lang’ ich sie
An meinem Halse gläubig würde tragen.“

Desgl. heißt es (Picc. III, 4):

„Die Fabel ist der Liebe Heimathwelt,
Gern wohnt sie unter Feen, Talismanen.“

Bildl. spricht Lady Milford (K. u. L. II, 1) in Beziehung auf den Fürsten von dem „Talisman seiner Größe“; und eben so werden (Ged. Einer jungen Freundin ins Stammbuch) „Unschuld und Tugend“ und (Ged. D. Künstler) „die wunderwirkenden Gesetze“, wodurch Gebilde der Kunst uns entzücken, als Talismane bezeichnet.

 
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