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Sklave

von den Slaven, die, von den alten Deutschen zu Gefangenen gemacht, als Knechte verkauft wurden. 1) (Iph. I, 1) die Unfreien, zu denen nur Nichtgriechen genommen werden durften, weshalb sich auch Hippolyt als Scythe (Ph. II, 2) der freien Griechin Aricia gegenüber einen „rohen Sklaven“ nennt. Da die Herren unbedingte Gewalt über ihre Sklaven hatten, so war ihnen jede Züchtigung derselben gestattet; daher (D. C. I, 2) vergleichungsweise:

– – – „Die Rache ward
Auf Sklavenart an deinem Karl vollzogen.“

2) bildl. für Leute des niedrigsten Standes (Ged. Eine Leichenphantasie – Ph. I, 5); daher auch „Sklavenkleider“ (D. C. I, 9). 3) bildl. für dienstbar ergebene Naturen, wie (F. I, 9): „ein Sklave der Republik“; (Wst. T. I, 7): „feile Sklavenseelen“; (Tur. IV, 10): „feile Seelen, die für das Sklavenjoch geboren sind“ und (W. T. I, 2), wo Bertha den Rudenz „den Sklaven Oestreichs“ nennt; desgl. (R. IV, 5 – F. I, 4 – M. St. IV, 4).

 
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