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Sehnsucht (Gedicht)

Zum Gedicht Sehnsucht.

ein Gedicht aus dem J. 1801. Es ist als der reine unmittelbare Ausfluß von Schillers ganzer Denkweise zu betrachten. Er lebte vorherrschend in einer idealen Welt; daher seine Trauer über „dieses Thales Gründe“, d. h. über die reale Welt, in der gerade das Schönste am schnellsten dahin schwindet. Daher andererseits auch sein fortwährendes Ringen nach einer idealen Sphäre, sein Kampf gegen „des Stromes Toben“, d. h. gegen die sinnliche Natur, die den Menschen immer wieder in das reale Gebiet herabzieht. Das Mittel zur Versöhnung der beiden wider einander streitenden Elemente ist „der Nachen ohne Fährmann“, d. h. die objective Welt, die uns nicht durch ein Wunder verständlich wird, sondern in der wir zu arbeiten und zu kämpfen haben, um das uns selbst gesteckt Ziel zu erreichen.

 
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