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Scepter

von dem gr. skeptein, stützen, oder dem gr. lat. sceptrum, der Herrscherstab, seit dem Mittelalter ein Zeichen der Herrschergewalt der Kaiser und Könige. 1) (Br. v. M. 5, 431) Der wirkliche Stab, wie (Wst. L. 7):

„Und das Scepter in des Königs Hand
Ist ein Stock nur, das ist bekannt.“

Desgl. bildl. (Dem. I):

„Daß sich ein frecher Räuber meines Erbs
Anmaße, und den Scepter schände,
Der mir, dem ächten Czaarowitsch gebührt.“

2) (Ged. 2. B. d. Aen. 97 u. 4. B. d. Aen. 51) die Herrschermacht, Herrschergewalt, wie (D. C. I, 2):

„So weit das Scepter meines Vaters reicht.“

Desgl. (D. C. V, 4):

„Ihr Scepter war das Spielwerk seiner Hände.“

ferner (M. St. I, 7):

„Und nicht erlöschen wird der Haß, bis endlich etc.
Ein Scepter waltet durch die ganze Insel.“

und (W. T. III, 2):

„Oestreichs mächtiges Scepter.“

oder bildl. in übertragener Bedeutung, wie (K. u. L. II, 1) u. (Ged. Würde der Frauen):

„Aber mit sanft überredender Bitte
Führen die Frauen den Scepter der Sitte.“

ferner (F. III, 5): „daß die Sonne den Himmel räumt und das Scepter der Welt mit dem Monde theilt“; und (Ged. D. Künstler):

„Kein Zufall mehr mit ehrnem Scepter ihm gebeut.“

 
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