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Säulenordnung

nennt man in der Baukunst die Anordnung der einzelnen Theile der Säulen, wodurch dieselben ihr eigenthümliches architectonisches Gepräge erhalten. Gewöhnlich nimmt man fünf solcher Säulenordnungen an: 1. die dorische, 2. die ionische, 3. die korinthische, 4. die römische, 5. die toscanische. – Die ionischen Säulen (Ged. D. Spaziergang) sind erkennbar an dem mit vier doppelseitigen Schnecken gezierten Säulenkopf (Capital), jetzt häufig: Capitäl (v. d. ital. capitello), dessen unterer Kranz bisweilen mit einem gezahnten Zierrath versehen ist. Anmuth und weibliche Zartheit ist als der wesentliche Charakter dieser Säulen anzusehen, die vorzugsweise bei Gebäuden angewendet zu werden pflegen, welche der Kunst gewidmet sind, wie Schauspielhäuser und Museen. – Die „edle Säulenordnung“ (Wst. Prol.) ist das Innere des Theaterraumes; das „säulengetragene herrliche Dach“ (Br. v. M. 5, 390) s. v. w. Palast.

 
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