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Punschlied

Zum Gedicht Punschlied.

Ein Gedicht aus dem Jahre 1803, das für Goethe’s Mittwochskränzchen bestimmt war. Es ist in einem munteren daktylischen Versmaß gedichtet und ungeachtet der Schwierigkeit, welche die kurzen Verszeilen darbieten, trefflich gelungen und von kräftiger Wirkung. Durch das Ganze zieht sich ein dreifacher Parallelismus: vier Elemente bilden die Körperwelt; vier Bestandtheile den Punsch; vier bewegende Momente erscheinen in dem Menschenleben. Indessen sind diese Dinge nur kurz angedeutet, und der rasche Fluß des Ganzen läßt dem prüfenden Verstande nicht Zeit, die symbolische Durchführung kritisch zu beleuchten. Das Ganze darf eben nur in einem heiteren Momente genossen werden.

Zum Gedicht Punschlied - Im Norden zu singen.

Ein eben so betiteltes Gedicht mit dem Zusatze: „Im Norden zu singen“ war demselben Zweck gewidmet. Es führt den Gedanken durch, daß der Mensch sich durch die Kunst im Norden etwas zu schaffen vermöge, was die im Süden so kräftig wirkende Natur allerdings schöner erzeugt. In dem letzteren Gedichte ist der Gedanke, in dem ersteren die Empfindung vorherrschend.

 
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