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Poseidon(Myth.), bei den Römern Neptun, ein Sohn des Saturn und der Rhea, wurde gleich nach der Geburt von seinem Vater unter dem Meere verborgen; er ist somit der Gott des Meeres; daher (Ged. D. Siegesfest):
Als die drei Götterbrüder Zeus, Neptun und Pluto sich gegen die Titanen vereinigten, und die Cyclopen aus dem Tartarus befreit wurden, empfing Poseidon den Trident oder Dreizack zum Geschenk, mit dem er das Meer bewegt und die Erde erbeben macht; daher sagt Zeus (Ged. Semele 2):
Nach Beendigung des Titanenkampfes ward dem Poseidon durch das Loos die Herrschaft über das Meer zu Theil; da er sich indeß gegen den Vater der Götter auflehnte, so mußte er zur Strafe dem König Laómedon gegen einen gewissen Lohn die Mauern von Troja aufbauen; daher (Ged. D. Eleusische Fest):
Als Laomedon indeß ihm den versprochenen Lohn verweigerte, schwur er, Rache zu nehmen; daher (Ged. 2. B. d. Aen. 104):
Auch an anderen Sterblichen nahm er nicht selten Rache und sandte ihnen Seeungeheuer entgegen, um sie zu verderben, wie dem Hippolyt (Ph. V, 6). – Andererseits erscheint er aber auch als Schutzgott derjenigen, die das Meer befahren, weshalb es (Ph. II, 5) von Theseus heißt:
Desgleichen ist er der Schutzgott mehrerer am Meere gelegenen Ortschaften, wo ihm Tempel erbaut und heilige Haine gewidmet waren. So wird der Trojaner Laókoon (Ged. 2. B. d. Aen. 7) „der Priester des Neptun“ genannt; und von Ibykus, der nach der Landenge von Korinth wandert, um bei den isthmischen Spielen zu erscheinen, heißt es (Ged. D. Kraniche d. Ibykus):
Natürlich wurde er bei besonderen Veranlassungen auch angerufen, wie (Ph. IV, 2) von Theseus:
Oft stritt Poseidon um den Besitz der Oerter, die er sich zu eigen machen wollte, wie z. B. mit Minerva (vergl. Athene) um den Besitz Athens. Bei dieser Gelegenheit schlug er mit seinem Dreizack auf die Erde und ließ das Roß entstehen; daher (Ged. D. Spaziergang): „Auch das kriegrische Roß führet Poseidon heran.“ woher auch die Kunst, das Roß zu zügeln (Ph. I, 1 u. II, 2) „die Kunst Neptuns“ genannt wird. Bildl. wird sein Name bisweilen für Meer, oder für das Element des Wasses überhaupt gebraucht, wie (Ged. D. unüberwindliche Flotte):
und (Mcb. II, 4):
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