Friedrich
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Pol

lat. polus, der Drehpunkt; 1) Benennung für die Endpunkte der Erdaxe, wie (R. I, 1): „von einem Pol zum andern“ und bildl. (Ged. D. Entzückung an Laura):

„Rascher rollen um mich her die Pole.“

2) die Endpunkte der Himmelsaxe, welche zu ruhen scheinen, während das ganze Himmelsgewölbe sich scheinbar um sie herumdreht; daher bildl. (Ged. D. Spaziergang) für den leitenden Grundgedanken: Der Weise

„Sucht den ruhenden Pol in der Erscheinungen Flucht.“

und (Wst. T. II, 2), wo Max zu Wallenstein sagt:

– – „Ziemt solche Sprache mir
Mit dir, der, wie der feste Stern des Pols
Mir als die Lebensregel vorgeschienen!“

Vergl. Angelstern. – 3) bei dem Magneten die Stellen, welche den Hauptsitz der anziehenden Kräfte bilden, wie (F. I, 2), wo Gianettino von Fiesco sagt: „dieser Mensch ist ein Magnet. Alle unruhigen Köpfe fliegen gegen seine Pole.“

 
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