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Poesie des Lebens (Gedicht)Zum Gedicht Poesie des Lebens. eine poetische Epistel aus dem J. 1795. Nachdem Sch. den sauren Weg durch die metaphysischen Speculationen zurückgelegt, wandte er sich mit diesem Gedichte der Poesie wieder zu. Da es ihm nicht leicht wurde, sich so ohne weiteres von der Philosophie loszuringen, so wollte er sich, wie er selbst sagt, durch dieses Gedicht eine Brücke bauen, die ihn zu seiner Lieblingsbeschäftigung zurückführte. Dies gelang ihm zunächst dadurch, daß er die anzustellende Betrachtung an zwei verschiedene Personen vertheilte. In dem ersten Theile führt er einen strengen Realisten ein, dem das ästhetische Gewand, in welches die Wahrheit gern sich kleidet, eben so als eiteler Schimmer erscheint, wie der ideale Zauber, mit welchem der Dichter uns das Leben zu veredeln sucht. Diesen Realisten weist sein neuerwachter Dichtergenius darauf hin, daß bei einer solchen Geistesrichtung alle Annehmlichkeit und Lieblichkeit des Lebens verschwinden müsse, das eben nur durch den Zauber der Kunst und durch den Hauch der Liebe den Schmuck erhalten kann, in welchem es uns als ein beneidenswerthes erscheint. |
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