www.wissen-im-Netz.infoLexikon - P |
||
|
Homepage Literatur Friedrich Schiller Lexikon P |
Phantom1) ein Scheinbild, wie die Gestalt des auf der Wasserfläche sich darstellenden Spiegelbildes, von welcher es (Ged. D. Künstler) heißt:
2) Benennung für die Schatten der Unterwelt, wie (Ged. D. Ideal u. d. Leben):
3) die Gedanken, welche die Seele so lebhaft beschäftigen, daß sie als Trugbilder vor ihr erscheinen. So wird das göttliche Ideal edler Menschlichkeit (Menschenf. 8) ein „liebliches Phantom“ genannt; eben so sagt die Prinzessin Eboli (D. C. II, 8) von ihrer Liebe zu dem Prinzen:
desgl. nennt Alba (D. C. II, 10) die edleren Regungen und Gedanken, welche die Seele des Prinzen beschäftigen, „Phantome“ und Leonore (F. III, 3) ihre Erinnerung an eine glückliche Zeit „ein lebhaftes Phantom“. – Solche Trugbilder können unter Umständen auch zu Schreckbildern werden, wie (F. II, 19), wo Fiesco sagt: „Gleich verdächtigen Brüdern … stehlen sich die üppigen Phantome an meiner Seele vorbei“; und (Mcb. II, 4), wo Lady Macbeth zu ihrem vom Schreckbildern geängstigten Manne sagt:
In demselben Sinne nennt Talbot (J. v. O. II, 3) die Jungfrau „ein Phantom des Schreckens.“ |
|
|
|
||
|
© 1999-2007 Copyright by
Jürgen Kühnle Über Anregungen und Kommentare zu diesen Seiten würde ich mich freuen juergen@kuehnle-online.de. |
||