www.wissen-im-Netz.infoLexikon - P |
||
|
Homepage Literatur Friedrich Schiller Lexikon P |
Phantasiegr. phantasia, eig. das Sichtbarmachen, Zeigen. 1) Die Einbildungskraft, welche sich Bilder oder Gestalten schafft, wie (Ged. D. vier Weltalter): „Das Alter der göttlichen Phantasie“; (Ged. Würde d. Frauen): „Die Schätze der Phantasie“; (R. IV, 5): „Die Phantasie, der muthwilligste Affe der Sinne, gaukelt unserer Leichtgläubigkeit seltsame Schatten vor“; (F. II, 5): „Die Phantasie (ihrer Ueberschwänglichkeit wegen) der Marktschreierei überwiesen“; eine Schilderung derselben von Marquis Posa (D. C. I, 9), der von Don Carlos, als dem künftigen Herrscher, sagt:
(D. C. II, 15): „Doch hier verirrte deine Phantasie“; (Wst. Prol.): „Des Dichters Phantasie“, von der die Poesie (H. d. K.) zur Fürstin sagt: Es soll
und (gr. Handl. a. d. n. Gesch.): „Unsere Phantasie wird entzündet.“ – Desgl. (Br. v. M. Einl. 5, 376 – Gsts. 10, 128). 2) Die von der Einbildungskraft erzeugten Gestalten selbst, wie (Ged. D. Kindesmörderin):
(Ged. D. Ideale), wo es von der goldenen Zeit heißt:
(D. C. V, 5), wo Alba zu dem König sagt, der sich von Rebellen verrathen glaubt: „Welch fürchterliche Phantasie!“ und (Mcb. V, 5), wo der Arzt von Lady Macbeth sagt:
Daher auch Erzeugnisse der dichterischen Einbildungskraft, wie (F. Vorr.): „Ich will lieber meine Phantasien als Facta verdorben haben.“ Davon: phantasiren. |
|
|
|
||
|
© 1999-2007 Copyright by
Jürgen Kühnle Über Anregungen und Kommentare zu diesen Seiten würde ich mich freuen juergen@kuehnle-online.de. |
||