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Pfaffe

(R. II, 3 – D. C. II, 8), altd. phaffo, von dem lat. papa (s. d.), ehem. ein Ehrenname der Geistlichen, bes. der katholischen Priester; jetzt nur noch im verächtlichen Sinne gebraucht, wie (Wst. L. 11, V. 39) „der Pfaffe aus Mailand“, mit welchem der Cardinalinfant Ferdinand von Spanien gemeint ist; ferner „Pfaffenzucht“ (D. C. II, 8), d. h. das unwürdige Verhalten der Geistlichen an König Philipp’s Hofe; desgl. (R. V, 1), wo Franz die Ermahnungen des Pastor Moser spöttischerweise „Pfaffengewäsch“ nennt; und (Picc. V, 1), wo Max die Erdichtung der dem Feldherrn feindseligen katholischen Partei als „Pfaffenmährchen“ bezeichnet.

 
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