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Perseus

(Myth.) ein Sohn des Zeus und der Dánaë (vergl. d.), zeigte schon früh einen kühnen, nach Abenteuern verlangenden Sinn. Als er sich einst vermaß, selbst das Haupt der Medusa zu liefern, wenn es verlangt würde, nahm ihn der König Polydektes beim Worte. Er begab sich daher, von Mercur und Minerva geleitet, an die Küsten des westlichen Oceans, verschaffte sich die von Nymphen bewachten geflügelten Sohlen nebst einem Beutel und dem unsichtbar machenden Helm des Aïdes und suchte nunmehr die Gorogonen auf, die er aber schlafend fand. Um nicht durch den schrecklichen Anblick der Medusa in Stein verwandelt zu werden, trat er rückwärts hinzu, fing ihr Bild in seinem ehernen Schilde auf und hieb ihr das Haupt ab, aus dessen Blute der Pegasus (s. d.) hervorsprang. Hierauf streckte er das Haupt in den mitgebrachten Beutel und entzog sich durch den Helm des Aïdes der Verfolgung der Gorgonen. Auf Mercurs Flügelsohlen schwebte er nun über die Länder dahin, bis er zu dem König Atlas gelangte, der ihm indeß die Gastfreundschaft versagte. Aus Rache hielt er ihm das Haupt der Medusa entgegen, wodurch er in einen zum Himmel emporragenden Felsen verwandelt wurde. Hier fand er zugleich die unglückliche Andrómeda, um der neidischen Nereïden willen an einen Felsen gefesselt und einem Meerungeheuer preisgegeben. Gerührt von ihrer Schönheit, befreite er sie und erwählte sie zu seiner Gattin. Hierauf bezieht sich die Stelle (Br. v. M. 5, 425):

„Dem Dämon ist sein Opfer unverloren.
Wär es an öde Klippen angebunden
Und an des Atlas himmeltragende Säulen,
So wird ein Flügelroß es dort ereilen.“

Nachdem Perseus dieses Abenteuer bestanden, gab er dem Mercur Flügelsohlen, Beutel und Helm zurück, das Haupt der Gorgo aber überließ er der Minerva, die es in ihren Schild setzte. Hierauf kehrte er in seine Heimath zurück und erbaute Mycenä (Iph. V, 6), die Stadt des Perseus genannt.

 
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