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Persephone

(Ged. D. Götter Griechenlands), bei den Römern Prosérpina (Myth.), die Tochter der Ceres und des Jupiter, war von Pluto geraubt und zu seiner Gemahlin erkoren worden, wodurch die Liebe auch in den Tartarus versetzt ward; daher (Ged. D. Triumph d. Liebe):

„Freundlich blickt der schwarze König,
Wenn ihm Ceres Tochter lacht.“

Als Ceres erfuhr, wer den Raub begangen, eilte sie zu Jupiter, um ihre Tochter zurückzufordern. Dieser indessen wünschte, daß Proserpina seinem Bruder erhalten bleibe und gewährte die Bitte nur unter der Bedingung, daß ihr Mund keinerlei Speise in dem Orcus berührt habe. Dies war indessen geschehen. Als die Jungfrau in dem unterirdischen Garten umherirrte, hatte sie, da sie das Fasten nicht länger zu ertragen vermochte, einen punischen Apfel (Granatapfel) gepflückt und dessen sieben Körner genossen. Ascálaphus, der Sohn einer Nymphe, hatte dies gesehen und das Geschehene verkündet, so daß die Rückkehr unmöglich ward. Durch eine gutwillige Uebereinkunft jedoch wurde es erreicht, daß Prosperpina einen Theil des Jahres bei ihrer Mutter auf der Oberwelt zubringen durfte, während sie in der übrigen Zeit auf den Orcus angewiesen war. Somit war Proserpina als Gemahlin des Pluto 1) die Beherrscherin der Unterwelt, daher (Ged. Kassandra):

„Ihre bleichen Larven alle
Sendet mir Proserpina.“

2) das Symbol des Pflanzenlebens (vergl. Klage der Ceres Str. 8), 3) die Todbringerin; daher (Ged. 4. B. d. Aen. 93):

„Persephoneiens dreifache Gewalt.“

 
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