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Parzen(Myth.), die Schicksalsgöttinnen (vergl. Fortuna), werden gewöhnlich als Töchter des Jupiter und der Themis betrachtet und halten den Faden des menschlichen Lebens in ihren Händen. Die am Quell ruhende Klotho hält den Spinnrocken und knüpft den Faden an, Láchesis spinnt ihn weiter, und die ernste Atropos schneidet ihn ab. Somit erscheinen sie zunächst als Lebensgöttinnen; daher sagt Kalaf (Tur. V, 1) von Turandot:
In Beziehung auf den unausbleiblichen Tod aber sind sie (Ged. D. macht des Gesanges)
denn (Ged. Klage d. Ceres)
Da sie hauptsächlich als die Beförderinnen des Schlachtentodes angesehen werden, so heißt es (Iph. I, Zw.-H.) in Beziehung auf das kampfgerüstete Heer der Griechen:
So sind sie dem Dichter ein Sinnbild des Todes, wie (Elegie a. d. Tod eines Jünglings): Als
und (Ged. D. Glück):
d. h. in gewissem Sinne sein Leben verlängern und den Tod von sich fern zu halten versteht. Wie der Dichter, so betrachtet auch die bildende Kunst die Parzen als Sinnbilder des Todes und stellt die beiden ersten in jugendlicher Schönheit dar; daher (Ged. D. Künstler):
Ein treffliches Bildwerk dieser Art findet sich in der Dorotheenstädtischen Kirche zu Berlin über dem Grabmal des verstorbenen Grafen von der Mark, eines Sohnes König Friedrich Wilhelm’s II. und der Gräfin Lichtenau. Es ist von Schadow in carrarischem Marmor ausgeführt. |
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