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Pair

frzs. von dem lat. par, gleich; engl. Peer [spr. pihr], ehemals die Benennung für die unmittelbaren Kronvasallen, die als Mitglieder des höchsten Gerichtshofes an Rang und Vorrechten einander gleich waren; später in Frankreich ein Mitglied der ersten Kammer; daher sagt Thibaut (J. v. O. Prol. 1) von dem Könige in Beziehung auf den Herzog von Burgund:

„Und wider ihn im Heer der Feinde kämpft
Sein nächster Vetter und sein erster Pair.“

In England sind die Peers (M. St. IV, 5) die Mitglieder des Oberhauses, in Beziehung worauf Maria Stuart (M. St. I, 7) sagt:

„Nur Könige sind meine Peers.“

Desgl. sagt Rudenz (W. T. II, 1) zu Attinghausen vergleichungsweise:

„Wie? Ist’s nicht eine rühmlichere Wahl,
Zu huldigen dem königlichen Herrn,
Sich an ein glänzend Lager anzuschließen,
Als eurer eignen Knechte Pair zu sein
Und zu Gericht zu sitzen mit dem Bauer?“

 
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