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Orgien

Anfangs waren die Feste, die man dem Bacchus zu Ehren feierte, wohl nichts Anderes als heitere und fröhliche Winzerfeste. Aber von Thracien aus verbreiteten sich die so genannten Orgien (so viel wie geheime Religionsgebräuche) als mit trunkener Wildheit gefeierte Bacchusfeste nach und nach durch ganz Hellas. An die mit nächtlichen Schwelgereien verbundenen Feste erinnert die Stelle (Gedicht „Dido“, Strophe 56):

„So fährt, wenn der Orgien Ruf erschallt,
Die Mänas auf, wenn durch ihr glühendes Gehirne
Die nahe Gottheit braust, und von Cithärons Stirne
Das nächtliche Geheul der Schwestern widerhallt.“

 
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