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Ostindien

ein bekanntes Land im südlichen Asien, wird (N. a. O. I, 4) als tropischer Ausdruck, und zwar als Synékdoche gebraucht, die statt des Allgemeinen das Besondere, eine sinnliche Anschauung Erweckende, setzt: „sich in Toulon oder Ostindien eine Frau holen“, d. h. aus einer der fernsten Gegenden. – Die reichen Schätze Ostindiens wurden im Mittelalter zu Lande bis an die Küsten des mittelländischen Meeres gebracht und von dort durch italienische Handelsschiffe den europäischen Häfen zugeführt; seit der Entdeckung des Seeweges nach Ostindien aber sank der Glanz der italienischen Handelsstädte; daher sagt Fiesco (F. II, 5) von den Patriciern Genuas: „Ihr Heldenfeuer klemmt sich in Ballen levantischer Waaren, ihre Seelen flattern ängstlich um ihre ostindische Flotte.“

 
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