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Oelbaum

ein bekannter Baum, der ursprünglich in Palästina einheimisch ist, von wo er sich fast über ganz Süd-Europa und Nord-Afrika ausgebreitet hat. Er war bei den Griechen der Pallas geweiht und seine Beschädigung bei schwerer Strafe verboten. Ein Kranz von Oelzweigen war der Preis des Siegers bei den olympischen Spielen und eine Auszeichnung für diejenigen Bürger, die sich um den Staat verdient gemacht hatten. In der Poesie ist er daher das Sinnbild des Friedens. So sagt Maria (M. St. I, 7):

„Ja ich gesteh’s, daß ich die Hoffnung nährte,
Zwei edle Nationen unter’m Schatten
Des Oelbaums frei und fröhlich zu vereinen.“

Eben so (J. v. O. IV, 10) König Karl von seiner wiedererrungenen Krone:

„Mit edlem Bürgerblut ist sie benetzt,
Doch friedlich soll der Oelzweig sie umgrünen.“

Desgl. Max (Picc. III, 4) von Wallenstein’s friedlichen Bestrebungen:

„Er wird den Oelzweig in den Lorbeer flechten.“

und Wallenstein (Wst. T. III, 15):

„Und jetzt … soll dieser kaiserliche Jüngling
Den Frieden leicht wegtragen, soll den Oelzweig
Sich in die blonden Knabenhaare flechten!“

 
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