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Odysseuslat. Ulysses (Ged. D. Künstler) od. abgek. Ulyß (Ged. 2. B. d. Aen. 2 – Ged. D. Siegesfest – Iph. I, 1), König der Insel Ithaka (s. d.), Sohn des Laërtes (Ged. 2. B. d. Aen. 7), oder einer späteren Sage zufolge (Iph. V, 5) der Sohn des Sisyphus (s. d.) ist der Hauptheld in Homers Odyssee, welche sein Leben mit mannigfachen Abenteuern ausgeschmückt hat. Er führte zwölf Schiffe nach Troja und zeichnete sich bei der Belagerung der Stadt durch List und Gewandtheit aus; daher (Iph. I, Zw.-H.):
Seines besonderen Rednertalents wegen wurde er häufig als Kundschafter und Vermittler gebraucht. Er half das Palladium entwenden, gehörte mit zu den Helden, die in dem hölzernen Pferde versteckt waren, irrte nach der Eroberung von Troja zehn Jahre lang an verschiedenen Küsten umher, stieg selbst in den Orcus hinab, bestand die Gefahren der Scylla und Charybdis (s. d.), kam als Schiffbrüchiger ganz allein auf Ogygia, der Insel der Nymphe Kalypso, an und erreichte endlich durch Minerven’s Hülfe sein Vaterland, das er anfangs nicht wieder erkannte. – „Ulyssens edler Sohn“ (Ged. D. Künstler) ist Telémachus, welchem Minerva, indem sie häufig die Gestalt des Mentor, seines Erziehers annahm, mit mannigfachem Rathe zur Seite stand, wie z. B. (Od. 2, 264 ff.), als Télemach nach Pylos zu Nestor reiste, um Erkundigungen über seinen Vater einzuziehen. Als sie hier ein feierliches Opfer gebracht haben, erhebt sich Athene (3, 371) wie ein Adler in die Lüfte und entschwindet. Nun erkennt Nestor, daß der vermeinte Mentor die Schützerin der Odysseus war und preist den Telemach glücklich. |
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