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Nürnberg

an der Pegnitz, seit 1806 die Hauptstadt des bairischen Rezatkreises, war ehemals eine freie Reichsstadt. – Im J. 1632 war Gustav Adolph von München über Augsburg nach Nürnberg gegangen, welches Wallenstein seinen Feinden wegzunehmen gedroht hatte. Von den Bürgern Nürnbergs aufs kräftigste unterstützt, hatte der Schwedenkönig dicht bei der Stadt ein stark befestigtes Lager bezogen, während die Kaiserlichen sich auf den benachbarten Höhen verschanzten. Nachdem beide Heere 11 Wochen lang einander gegenüber gelegen und sich gegenseitig durch Scharmützel gereizt hatten, machte Gustav Adolph, da die Lebensmittel für sein Heer nicht mehr lange vorhalten konnten, am 4. September den tollkühnen Versuch, Wallenstein von seinen Höhen zu vertreiben. Das Wagestück konnte indessen nicht gelingen. Nachdem er 2000 Todte auf dem Platze gelassen und noch mehr Verwundete mit zurückgenommen, sah er selbst seine Unbesonnenheit ein, indem er zu dem Pfalzgrafen Friedrich sagte: „Wir haben einen Pagenstreich gemacht, Herr Vetter!“ Daher (Picc. II, 7) Questenberg’s Worte:

„In Nürnbergs Lager ließ der schwed’sche König
Den Ruhm.“

 
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