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Die Niederlandeursprünglich Niederlothringen, bildeten im 15. Jahrh. einen Haupttheil des Herzogthums Burgund, kamen bald darauf durch Heirath an das Haus Oestreich und 1556 durch Kaiser Karl’s V. Verfügung an Spanien. Da Karl’s Sohn, Philipp II., darauf ausging, die Religionsfreiheit des Landes durch Einführung der spanischen Inquisition zu vernichten, so brach unsägliches Elend über die Provinzen herein, worauf sich die Worte der Königin (D. C. I, 5):
beziehen. Ein Aufstand, der 1565 ausbrach, war die Folge dieser Unterdrückung, bis sich die Niederlande entschlossen, „die spanischen Ketten (D. C. V, 8) völlig abzuwerfen“, eine Erklärung, die im J. 1581 erfolgte. Auch Philipp III. sah sich 1609 genöthigt, durch Abschließung eines 12jährigen Waffenstillstandes die Freiheit der Niederlande einstweilen anzuerkennen. Eben so wenig hatten die, während des dreißigjährigen Krieges von Kaiser Ferdinand II. gemachten Versuche, spanische Truppen durch Deutschland nach den Niederlanden zu führen (Wst. L. 11 – Picc. II, 7), den beabsichtigten Erfolg; im Westphälischen Frieden erlangten die Niederlande die förmliche und vollständige Bestätigung ihrer bereits seit 70 Jahren erkämpften, aber freilich oft wieder bedrohten Freiheit. |
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