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Die deutsche Muse (Gedicht)Zum Gedicht Die deutsche Muse. Als Sch. im Jahre 1800 sich mit dem Plane beschäftigte, für die deutsche Bühne ein würdiges Repertoire zu schaffen, sah er sich nicht nur in der einheimischen, sondern auch in der ausländischen Literatur um. Hierbei drängte sich ihm die Bemerkung auf, daß die deutsche Poesie sich der Gunst der Großen keinesweges so zu erfreuen gehabt, wie etwa zur Zeit des Kaisers Augustus, oder wie gegen Ende des Mittelalters unter den Mediceern (s. d.) zu Florenz. Ja selbst der Weise auf dem Throne, Friedrich der Große, konnte bei seiner einseitigen Vorliebe für die französische Literatur der deutschen Poesie keinen Geschmack abgewinnen. So waren die deutschen Dichter nur auf sich selbst angewiesen; aber um so inniger und wahrer konnte ihre Empfindung zum Ausdruck gelangen, um so freier die deutsche Dichtkunst sich entwickeln. |
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