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Moralvon dem lat. mos, die Sitte; gewöhnlich s. v. w. Sittenlehre, Sittlichkeitslehre, bedeutet (R. Vorr.) die gute Sitte selbst, indem Sch. sagt: „Wer sich den Zweck vorgezeichnet hat, das Laster zu stürzen, und Religion, Moral und bürgerliche Gesetze an ihren Feinden zu rächen“, d. h. als Vertheidiger der guten Sitte aufzutreten. – „Die moralische Kraft“ (Ged.) ist die Kraft, das Gute zu wollen, danach zu streben; „eine moralische Erscheinung“ (V. a. v. E.) im Gegensatz zur physischen ist eine solche, die nach den Gesetzen der Sittenlehre zu beurtheilen ist. Desgl. (Br. v. M. Einl. 5, 376) „moralische Weltregierung“ und (Gsts. 10, 204) „moralische Gefühle“. – Ein „Moralist“ (Ged.), ist ein Sittenrichter oder Sittlichkeitsprediger; bildl. wird (R. IV, 2) das Gewissen „ein milzsüchtiger, podagrischer Moralist“ genannt. – Moralität ist zunächst Sittlichkeit, wie (Gr. H. a. d. n. Gesch.): „die zwei äußersten Enden der Moralität, Engel und Teufel“; ferner das sittliche Verhalten, die sittliche Reinheit, wie (Wrb. II): „Eine gewisse poetische Dunkelheit hilft seine Moralität retten.“ – Moralsystem ist eine Lehrgebäude von Sittengesetzen, wie (Ged. D. Weltweisen):
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