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Monstranz

mittl. lat. monstrantia, von dem lat. monstrare, zeigen; das prächtige Gehäuse, in welchem die geweihte Hostie (s. d.) oder das Hochwürdige (M. St. I, 4) enthalten ist, und das in der katholischen Kirche der versammelten Gemeinde bei der Messe als Zeichen der Gegenwart des Herrn gezeigt wird. Daher (Ged. D. Gang n. d. Eisenhammer):

„Drauf, als der Priester fromm sich neigt,
Und, zum Alter gewandt,
Den Gott, den gegenwärtigen, zeigt
In hocherhabner Hand,
Da kündet es der Sacristan
Mit hellem Glöcklein klingend an,
Und Alles kniet und schlägt die Brüste,
Sich fromm bekreuzend vor dem Christe.“

Desgl. (W. T. III, 3):

„Da sieht’s der Pfaff, der Rösselmann – kam just
Von einem Kranken her – und stellt sich hin
Mit dem Hochwürdigen, grad’ vor die Stange –
Der Sigrist mußte mit dem Glöcklein schellen:
Da fielen All’ auf’s Knie, ich selber mit,
Und grüßten die Monstranz, doch nicht den Hut.“

Vergl. Sacrament.

 
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